hatte. Er zeigte, daß nicht er den Aufſtand verurſacht habe, ſondern daß man dieſen vielmehr Granvellas antinationalen und zweckwidrigen Maßregeln zuzuſchreiben habe. Ferner ſprach er in ſeiner Gegenſchrift den Wunſch aus:„ Gott möge den König von Spanien die Schuldloſigkeit ſeiner verfolgten Diener erkennen laſſen“, und außerdem beklagte er ſich endlich über die gewaltſame Wegführung ſeines Sohnes. Die übrigen vor⸗ geladenen Edlen verantworteten ſich gleichfalls. Alba nahm jedoch auf die Proteſtationen keine Rückſicht, verurtheilte die Ab⸗ weſenden in contumnciam und zog ihre Güter ein.
Mit raſtloſer Thätigkeit entwickelte er ſein Syſtem der Un⸗ terdrückung nach allen Seiten hin. Er ließ zu Ende Januars 1568 den Advokaten von Holland, Meiſter Jakob van den Ende, durch den Grafen von Boſſü,(ſpaniſchen Statthalter von Holland) im Haag verhaften. Der Graf von Boſſü hatte den Advokaten mit verſtellter Freundlichkeit zu einer Abendmahl⸗ zeit eingeladen und nach dem Eſſen feſtgenommen, worauf Jakob van den Ende zuerſt nach Vilvoorden, und dann nach Brüſſel in ſchweren Gewahrſam abgeführt wurde. Nicht etwa der Proteſtantismus war deſſen Verbrechen; denn ſelbſt bei den Spaniſchgeſinnten galt van den Ende für einen guten Katholi⸗ ken; aber er ſollte(nach Einigen) auf den Abzug des ſpani⸗ ſchen Kriegsvolks angetragen haben; nach der Meinung Anderer ward es ihm übel gedeutet, daß er verſucht hätte, bei Marga⸗ rethen von Parma dahin zu wirken, daß ſie den König zur Berufung der General⸗Staaten vermöchte; Beides allerdings Schritte, welche den Abſichten Philipps ſchnurſtraks zuwider⸗ liefen. Vergeblich ſandten die Staaten von Holland Abgeord⸗ nete an Alba und den Blutrath, um van den Ende’s Befreiung zu erwirken; vergeblich ſprach deſſen Vertheidiger, Johann van Treslong. Van den Ende erlebte den Ausgang ſeines


