Teil eines Werkes 
2. Theil (1811)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

Das ſagte ich, und daß er ſie ja ſchon im Bett geſehn, aber da ward der Jammer noch groͤßer.

Jetzt gebot ihr die Mutter den Riegel zu oͤffnen; ſie fuͤhrte mich bei der Verſhämen ein.

6.

Lorchen ſaß, wohl angezogen, am Fenſter. Von Thraͤnen ſah ich keine Spur, mein An⸗ blick uͤbergoß jedoch das zarte, liebliche Geſicht mit Roſenduft.

Guten Morgen, mein Toͤchterchen! hob die Mama an: ich komme ſelbſt, den Zufall zu entſchuldigen der meinen Sohn in Ihre Stube fuͤhrte, und bitte, ihn forthin als Ihren Bru⸗ der anzuſehn. Er iſt eines ſolchen Verhaͤltniſ⸗ ſes nicht unwerth.

LCorrchens Angeſicht ward zu lauter Carmin; ſie ſchlug die großen Augen nieder⸗ ſie ſchloß