22 ne Stirn und ſprach bewegt, mit halber Stim⸗ me— Der Engel des Herren, bewahre Dich!
Ich dankte ihr mit einem Thraͤnenſtrom, ich gelobte, von ihren Worten erhoben, im Geiſt der Andacht—
Ja⸗ ich will gut und dem himmliſchen Va⸗ ter getreu— ich will zuͤchtig und gottſelig blei⸗ ben und Ihr edles, heiliges Beiſpiel ſoll im⸗ merdar das Vorbild meines Lebens ſeyn.
Jetzt trat der Graf, verſtoͤrt, doch laͤchelnd ein und bemuͤhte ſich, durch Thun und Rede, ihr Troſt und Hoffnungen vorzuſpiegeln.
Wahrheit! bat die Gattin, ihn umſchlin⸗ gend: ich kann ſie ertragen. Mein Herz fuͤrch⸗ tet nichts, haͤngt an nichts als nur an Dir, zittert einzig und allein für Dein Wohl und fuͤr Dein Leben. Ach, es bleibt reich und froh, ſo lang' es ſchlaͤgt und des Deinen gewiß iſt, würden wir auch aͤrmer und ungluͤcklicher, als die Kinder und Enkel meiner Anne.


