Teil eines Werkes 
3. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10

Du ihn weg und weißt der Unzarten Dank, die ihr zerſtoͤrtes, entweihtes Eigenthum aus einer ſolchen Hand zuruͤck nehmen kann?—

Sie weinte.

Aber ſieh, fuhr ich fort: ſieh auf das ſchlafende Kind. Zwar ſchloß Dich die Na⸗ tur von dem Reihen der Muͤtter aus und die ſeligſten Gefuͤhle des Weibes kennſt Du nicht, aber der Anblick huͤlfloſer Unſchuld machte ſelbſt das Raubthier oft großmuͤthig.

Agnes, ſprach ſie laut weinend: Deine Worte ſind Dolche, doch ſie dringen nicht bis in's Herz, denn wie Du, ward ich das Opfer dieſes Thoren. Um Blamonts Liebe bracht' er mich, und die Verfuͤhrte dann um ſeine feyerlich verhießene Hand. Er machte meinen Bruder ungluͤcklich und haͤtte es gern geſehen, wenn dieſer ſein Gluͤck bei Dir ver⸗ ſucht und es gefunden haͤtte.— Ich hab' ihn hier nicht angelockt. Er draͤngte ſich an