21
ſprach ich, von der Ruͤhrung zur Großmuth hingezogen: wenigſtens werd' ich einen Theil meiner Drohungen erfuͤllen. Sie, theure Mutter, treten, von heut an, in den Genuß meines Vermoͤgens und einſt fall' es dann, zu gleichen Theilen, auf ihre Kinder.
Du Herzenstochter! rief ſie und ſegnete mich. Sehr guͤtig! lispelte Julchen, und um⸗ armte mich, zum erſtenmal in ihrem Leben, mit Zaͤrtlichkeit. Ich eilte zum Schreibtiſche, meldete Herrn Huber mit dem zuruͤckkehren⸗ den Bothen, was ich that und ſtreckte in aller Beſcheidenheit die Hand mit dem treff⸗ lichſten der Herzen nach ihm aus. Der Hof⸗ rath kam und höͤrte kaum von meinem gu⸗ ten Werke, als er foͤrmlich um Julien an⸗ hielt. Die entzuͤckte Mutter gab ihm das Jawort, und der erſte May ward fuͤr beide Toͤchter zum Trautag anberaumt.


