Teil eines Werkes 
3. Theil (1822)
Entstehung
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Auch ein Beſeſſener! fuhr die Mama fort und hielt ihm alshald die Leichenpredigt.

Der Erblichene war allerdings ein ſeltſa⸗ mer Hageſtolz, mein Oheim und reich. Seit zwanzig Jahren mit der Familie zerfal⸗ len, ſah er uns wöͤchentlich nur ein Mal, und dieß eine Mal im Betſtuͤbchen der Stadtkirche, wo ſelten Blicke, ſeltner noch Worte gewechſelt wurden. Vergebens hatte die Mutter, im Laufe dieſer Zeit, alle Mit⸗ tel, ihn zu verſoͤhnen, erſchoͤpft. Ich habe teſtirt! brummte der Unhold, ſo oft ſie, nach dem Segen, das Geſpraͤch, voll Sanft⸗ muth und Traulichkeit, an ihn wendete, und nur mir wurde, wenn ich dem Bloͤdſich⸗ tigen das Lied andeutete, oder den Stuhl unterſchob, ein wohlwollender Blick zu Theil. Scheltend warf er, als Julie dieß einſt ver⸗ ſuchte, ihre Hand zuruͤck, ſie lachte ihm be⸗ leidigt in's Geſicht, er ließ ſich fortan nicht 1