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O Mutter, rief ich erroͤthend: fuͤhlen Sie nicht, wie tief ein ſolcher Troſt mich beugen muß? Nein, ich werde nicht heira⸗ 4 then! Von allem, was die Freyer anzieht, von allem, was ſie feſthaͤlt, ward mir ja nichts zu Theil. Maͤnner beten das Gold an, und ſtreben nach Schoͤnheit, ſie uͤber⸗ ſehen williger Flecken des Herzens, und Maͤngel des Geiſtes, als Flecken des Ge⸗ ſichtes und den Mangel der Grazie.
Die Maͤnner ſind Beſeſſene! erwiederte jene: dem Einen gefaͤllt ſelbſt die Haͤßliche, dem Andern eine Puppe, dem Guten oft genug die boͤſe Katze. Gewiſſe Frauen aber wurden mit Anmuth ausgeſtattet, andere
mit Seelenſchoͤne und vielen, denen beide
6 Zierden gebrechen, ward die Faͤhigkeit verlie⸗. 1 hen, das maͤnnliche Gemuͤth mit einem He⸗
6 ren⸗Netze zu umſtricken.
Der Herr Kammerath ſind verſchieden!
vief das Maͤdchen in's Zimmer.


