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ein: und das ſagt mir ein Zudringlicher, den ich eben zum erſten Mal ſehe?
Sie ſehen hier, verſetzte Richard, zwi⸗ ſchen Scham und Aerger: den bewaͤhrteſten Freund Ihres Gatten, deſſen Weiſung mich
herfuͤhrt.
Mein Guido iſt krank! ſprach ſie, ſchnell zur Wehmuth hinabfallend und brach in lau⸗ tes Weinen aus: ſelbſt ſeine innige Liebe hat ein unbegreiflicher Vorfall ploͤtzlich in Argwohn und Abſcheu verkehrt. Nur Gott und das gute Bewußtſeyn erheben mich Aermſte.
Auch Ihr Bewußtſeyn? fragte Richard, ihr tief in die verweinten Augen blickend.
Dieſe ſuchten, himmelan fliegend, den
ſchweigenden Zeugen und fernere Wechſelre⸗ den loͤſ'ten jetzt allmaͤhlig das aͤngſtende Raͤthſel. Es war Adele, ihre aͤltere, ver⸗ dorbene und geſunkene Schweſter, fuͤr die


