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in künſtlichen Verhaͤltniſſen— in der Einſamkeit, in ſeiner eignen Bruſt, in den einfachen Situationen des urſprünglichen Standes ſucht unſer Dichter den Menſchen auf. Freundſchaft, Liebe, Religionsempfindungen, Rückerinnerungen an die Zei⸗ ten der Kindheit, das Glück des Landlebens u. dgl. ſind der Inhalt ſeiner Geſange: lauter Gegenſtaͤnde, die der landſchaft⸗ lichen Natur am naͤchſten liegen und mit derſelben in einer genauen Verwandtſchaft ſtehen. Der Charakter ſeiner Muſe iſt ſanfte Schwermuth und eine gewiſſe contemplative Schwaͤr⸗ merei, wozu die Einſamkeit und die ſchöne Natur den gefühl⸗ vollen Menſchen ſo gern neigen. Im Tumult der geſchaͤftigen Welt verdrängt eine Geſtalt unſers Geiſtes unaufhaltſam die andere, und die Mannigfaltigkeit unſers Weſens iſt hier nicht immer unſer Verdienſt; deſto treuer bewahrt die einfache, ſtets ſich ſelbſt gleiche Natur um uns her die Empfindungen, zu deren Vertrauten wir ſie machen, und in ihrer ewigen Einheit finden wir auch die unſrige immer wieder. Daher der enge Kreis, in welchem unſer Dichter ſich um ſich ſelbſt bewegt, der lange Nachhall empfangener Eindrücke, die oft⸗ malige Wiederkehr derſelben Gefühle. Die Empfindungen, welche von der Natur als ihrer Quelle abfließen, ſind ein⸗ förmig und beinahe duͤrftig; es ſind die Elemente, aus denen ſich erſt im verwickelten Spiele der Welt feinere Nuancen und künſtliche Miſchungen bilden, die ein unerſchoͤpflicher Stoff für den Seelenmaler ſind. Jene wird man daher leicht müde, weil ſie zu wenig beſchaftigen; aber man kehrt immer gern wieder zu ihnen zurück und freut ſich, aus jenen künſt⸗ lichen Arten, die ſo oft nur Ausartungen ſind, die urſprüngliche Menſchheit wieder hergeſtellt zu ſehen. Wenn dieſe Zuruͤck⸗ führung zu dem ſaturniſchen Alter und zu der Simplicität der Natur für den cultivirten Menſchen recht wohlthätig


