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derſelben, aber eine ſo allgemeine, daß der Dichter es ohne
Scheu wagen darf, ihnen eine objective Würdigung zu ertheilen.
Nicht weniger verſteht ſich Hr. M. auf jene muſikaliſchen
3 Effecte, die durch eine glückliche Wahl harmonirender Bilder
und durch eine kunſtreiche Eurythmie in Anordnung derſelben
zu bewirken ſind. Wer erfährt z. B. bei folgendem kurzen
Liede nicht etwas dem Eindruck Analoges, den etwa eine ſchöne Sonate auf ihn machen würde. S. 91.
Abendlandſchaft.
Goldner Schein Deckt den Hain. Mild beleuchtet Zauberſchimmer Der umbuͤſchten Waldburg Truͤmmer.
Still und hehr
Strahlt das Meer; Heimwaͤrts gleiten, ſanft wie Schwaͤne, Fern am Eiland Fiſcherkaͤhne.
Silberſand
Blinkt am Sirand; Rother ſchweben hier, dort blaͤſſer Wolkenbilder im Gewaͤſſer.
Rauſchend kraͤnzt,
Goldbeglaͤnzt, Wankend Ried des Vorlands Huͤgel, Wild umſchwaͤrmt vom Seegefluͤgel.
Maleriſch
Im Gebuͤſch Winkt mit Gaͤrtchen, Laub und Quelle Die bemooste Klausnerzelle.
Schillers ſaͤmmtl. Werke. XII.


