Teil eines Werkes 
12 Band (1838)
Entstehung
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Der Vollmond ſchwebt im Oſten; Am alten Geiſterthurm Flimmt blaͤulich im bemoosten Geſtein der Feuerwurm. Der Linde ſchoͤner Sylfe Streift ſcheu in Lunens Glanz; Im dunkeln Uferſchilfe Webt leichter Irrwiſchtanz.

Die Kirchenfenſter ſchimmern; In Silber waͤllt das Korn;

Bewegte Sternchen flimmern Auf Teich und Wieſenborn;

Im Lichte wehn die Ranken Der oͤden Felſenkluft;

Den Berg, wo Tannen wanken, Umſchleiert weißer Duft.

Wie ſchoͤn der Mond die Wellen Des Erlenbachs beſaͤumt, Der hier durch Binſenſtellen, Dort unter Blumen ſchaͤumt, Als lodernde Cascade Des Dorfes Muͤhle treibt Und wild vom lauten Rade In Silderfunken ſtaͤubt, u. ſ. w.

Aber auch da, wo es ihm darum zu thun iſt, eine ganze Decoration auf Einmal vor unſere Augen zu ſtellen, weiß er uns durch die Stetigkeit des Zuſammenhanges die Comprehenſion leicht und natürlich zu machen, wie in dem folgenden Gemälde S. 54.

Die Sonne ſinkt; ein purpurfarbner Duft Schwimmt um Savoyens dunkle Tannenhuͤgel

Der Alpen Schnee entgluͤht in hoher Luft⸗ Geneva malt ſich in der Fluten Spiegel.