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immer objectiv und logiſch, weil ich ein Verhaͤltniß aus⸗ ſage, und nach einem Begriffe verfahre.
Dieſer Begriff kann aber empiriſch, alſo zufaͤllig ſeyn, und mein Urtheil wird in dieſem Fall nur ſubjective Guͤltigkeit haben. Ich mache vielleicht zur Gattungsgroͤße, was nur die Groͤße gewiſſer Arten iſt; ich erkenne vielleicht fuͤr eine objective Graͤnze, was nur die Graͤnze meines Subjects iſt, ich lege vielleicht der Beurtheilung meinen Privatbegriff von dem Ge⸗ brauch und dem Zweck eines Dinges unter. Der Materie nach kann alſo meine Groͤßenſchaͤtzung ganz ſubjectiv ſeyn, ob ſie gleich der Form nach objectiv, d. i. wirkliche Ver⸗ haͤltnißbeſtimmung iſt. Der Europaͤer haͤlt den Patagonen fuͤr einen Rieſen, und ſein Urtheil hat auch volle Guͤltigkeit bei demjenigen Voͤlkerſtamm, von dem er ſeinen Begriff menſch⸗ licher Groͤße entlehnt; in Patagonien hingegen wird er Wider⸗ ſpruch finden. Nirgends wird man den Einfluß ſubjectiver Gruͤnde auf die Urtheile der Menſchen mehr gewahr, als bei ihrer Groͤßenſchaͤtzung, ſowohl bei koͤrperlichen als bei unkoͤrper⸗ lichen Dingen. Jeder Menſch, kann man annehmen, hat ein gewiſſes Kraft⸗ und Tugendmaß in ſich, wornach er ſich bei der Groͤßenſchaͤtzung moraliſcher Handlungen richtet. Der Geizhals wird das Geſchenk eines Guldens fuͤr eine ſehr große Anſtrengung ſeiner Freigebigkeit halten, wenn der Groß⸗ muͤthige mit der dreifachen Summe noch zu wenig zu geben glaubt. Der Menſch von gemeinem Schlag haͤlt ſchon das Nichtbetruͤgen fuͤr einen großen Beweis ſeiner Ehrlichkeit; ein Anderer von zartem Gefuͤhl traͤgt manchmal Bedenken, einen erlaubten Gewinn zu nehmen.
Obgleich in allen dieſen Faͤllen das Maß ſubjectiv iſt, ſo iſt die Meſſung ſelbſt immer objectiv; denn man darf nur das Maß allgemein machen, ſo wird die Groͤßenbeſtimmung all⸗


