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der ihm zu Grunde liegenden Urſache und durch ſeinen Zweck vorgeſchrieben. Bei jeder Wahrnehmung von Gegenſtaͤnden wenden wir, mit mehr oder weniger Bewußtſeyn, dieſes Groͤßen⸗ maß an; aber unſere Empfindungen ſind ſehr verſchieden, je nachdem das Maß, welches wir zum Grund legen, zufaͤlliger oder nothwendiger iſt. Ueberſchreitet ein Object den Begriff ſeiner Gattungsgroͤße, ſo wird es uns gewiſſermaßen in Ver⸗ wunderung ſetzen. Wir werden uͤberraſcht, und unſere Er⸗ fahrung erweitert ſich; aber inſofern wir an dem Gegenſtand ſelbſt kein Intereſſe nehmen, bleibt es bloß bei dieſem Gefuͤhle einer uͤbertroffenen Erwartung. Wir haben jenes Maß nur aus einer Reihe von Erfahrungen abgezogen, und es iſt gar keine Nothwendigkeit vorhanden, daß es immer zutreffen muß. Ueberſchreitet hingegen ein Erzeugniß der Freiheit den Begriff, den wir uns von den Schranken ſeiner Urſache machten, ſo werden wir ſchon eine gewiſſe Bewunderung empfinden. Es iſt hier nicht bloß die uͤbertroffene Erwartung, es iſt zugleich eine Entledigung von Schranken, was uns bei einer ſolchen Erfahrung uͤberraſcht. Dort blieb unſere Aufmerkſamkeit bloß bei dem Producte ſtehen, das an ſich ſelbſt gleichguͤltig war; hier wird ſie auf die hervorbringende Kraft hingezogen, welche moraliſch oder doch einem moraliſchen Weſen angehoͤrig iſt, und uns alſo nothwendig intereſſiren muß. Dieſes Intereſſe wird in eben dem Grade ſteigen, als die Kraft, welche das wirkende Principium ausmachte, edler und wichtiger, und die Schranke, welche wir uͤberſchritten finden, ſchwerer zu uͤber⸗ winden iſt. Ein Pferd von ungewoͤhnlicher Groͤße wird uns angenehm befremden, aber noch mehr der geſchickte und ſtarke Reiter, der es baͤndigt. Sehen wir ihn nun gar mit dieſem Pferd uͤber einen breiten und tiefen Graben ſetzen, ſo erſtaunen wir; und iſt es eine feindliche Fronte, gegen welche wir ihn


