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hoffen zu laſſen; oder es iſt ein Gegenſtand, der gegen unſer Daſeyn ſelbſt feindlich aufzuſtehen ſcheint, uns gleichſam zum Kampf herausfordert und fuͤr den Ausgang beſorgt macht. Eben ſo iſt in allen angefuͤhrten Faͤllen die naͤmliche Wirkung auf das Empfindungsvermoͤgen ſichtbar. Alle ſetzen das Gemuͤth in eine unruhige Bewegung und ſpannen es an. Ein gewiſſer Ernſt, der bis zur Feierlichkeit ſteigen kann, bemaͤchtigt ſich unſerer Seele, und indem ſich in den ſinnlichen Organen deut⸗ liche Spuren von Beaͤngſtigung zeigen, ſinkt der nachdenkende Geiſt in ſich ſelbſt zuruͤck, und ſcheint ſich auf ein erhoͤhtes Be⸗ wußtſeyn ſeiner ſelbſtſtaͤndigen Kraft und Wuͤrde zu ſtuͤtzen. Dieſes Bewußtſeyn muß ſchlechterdings uͤberwiegend ſeyn, wenn das Große oder das Schreckliche einen aͤſthetiſchen Werth fuͤr uns haben ſoll. Weil ſich nun das Gemuͤth bei ſolchen Vor⸗ ſtellungen begeiſtert und uͤber ſich ſelbſt gehoben fuͤhlt, ſo be⸗ zeichnet man ſie mit dem Namen des Erhabenen, obgleich den Gegenſtaͤnden ſelbſt objectiv nichts Erhabenes zukommt, und es alſo wohl ſchicklicher waͤre, ſie erhebend zu nennen. Wenn ein Object erhaben heißen ſoll, ſo muß es ſich unſern ſinnlichen Vermoͤgen entgegenſetzen. Es laſſen ſich aber uͤberhaupt zwei verſchiedene Verhaͤltniſſe denken, in welchen die Dinge zu unſerer Sinnlichkeit ſtehen koͤnnen, und dieſen gemaͤß muß es auch zwei verſchiedene Arten des Widerſtandes geben. Entweder werden ſie als Objecte betrachtet, von denen wir uns eine Erkenntniß verſchaffen wollen, oder ſie werden als eine Macht angeſehen, mit der wir die unſrige vergleichen. Nach dieſer Eintheilung gibt es auch zwei Gattungen des Erhabenen, das Erhabene der Erkenntniß und das Erhabene der Kraft. Nun tragen aber die ſinnlichen Vermoͤgen nichts weiter zur Erkenntniß bei, als daß ſie den gegebenen Stoff auffaſſen und das Mannichfaltige desſelben im Raum und in der geit


