Teil eines Werkes 
11. Band (1838)
Entstehung
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ſteht erſt aus dem Verhaͤltniß eines Objects zu unſern Sin⸗ nen— denn die Beſchaffenheit des Sinnes iſt eine nothwen⸗ dige Bedingung desſelben.

Das Gute hingegen iſt ſchon gut, ehe es vorgeſtellt und empfunden wird. Die Eigenſchaft, durch die es gefaͤllt, beſteht vollkommen fuͤr ſich ſelbſt, ohne unſer Subject nothig zu ha⸗ ben, wenn gleich unſer Wohlgefallen an demſelben auf einer Empfänglichkeit unſers Weſens ruht. Das Angenehme, kann man daher ſagen, iſt nur, weil es empfunden wird; das Gute hingegen wird empfunden, weil es iſt.

Der Abſtand des Schoͤnen von dem Angenehmen faͤllt, ſo groß er auch uͤbrigens iſt, weniger in die Augen. Es iſt darin dem Angenehmen gleich, daß es immer den Sinnen muß vorgehalten werden, daß es nur in der Erſcheinung gefaͤllt. Es iſt ihm ferner darin gleich, daß es keine Erkenntniß von ſeinem Object verſchafft noch vorausſetzt. Es unterſcheidet ſich aber wieder ſehr von dem Angenehmen, weil es durch die Form ſeiner Erſcheinung, nicht durch die materielle Empfindung gefaͤllt. Es gefaͤllt zwar dem vernuͤnftigen Subject bloß, inſofern dasſelbe zugleich ſinnlich iſt; aber es gefaͤllt auch dem Sinnlichen nur, inſofern dasſelbe zu⸗ gleich vernunftig iſt. Es gefaͤllt nicht bloß dem Individuum, ſon⸗ dern der Gattung, und ob es gleich nur durch ſeine Beziehung auf ſinnlich⸗vernuͤnftige Weſen Exiſtenz erhaͤlt, ſo iſt es doch von allen empiriſchen Beſtimmungen der Sinnlichkeit unabhaͤngig, und es bleibt dasſelbe, auch wenn ſich die Privatbeſchaffenheit der Subjecte veraͤndert. Das Schoͤne alſo hat eben das mit dem Gu⸗ ten gemein, worin es von dem Angenehmen abweicht, und geht eben da von dem Guten ab, wo es ſich dem Angenehmen naͤhert.

Unter dem Guten iſt dasjenige zu verſtehen, worin die Ver⸗ nunft eine Angemeſſenheit zu ihren, theoretiſchen oder praktiſchen, Geſetzen erkennt. Es kann aber der naͤmliche Gegenſtand mit der