Teil eines Werkes 
11. Band (1838)
Entstehung
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lich an der Spitze normaͤnniſcher, griechiſcher und arabiſcher Vaſallen das Haupt der lateiniſchen Chriſtenheit frei macht. Gedruͤckt von dem Haſſe ſeines ganzen Jahrhunderts, deſſen Frieden ſeine Herrſchſucht zerſtoͤrte, folgt eben dieſer Papſt 6 ſeinen Errettern nach Neapel und ſtirbt zu Salerno unter dem Schutz von Hauteville's Soͤhnen.

Derſelbe normaͤnniſche Fuͤrſt, Robert Guiscard, der ſich in Italien und Sicilien ſo gefuͤrchtet machte, war das Schrecken der Griechen, die er in Dalmatien und Macedonien angriff, und ſelbſt in der Naͤhe ihrer Kaiſerſtadt aͤngſtigte. Die griechi⸗ ſche Unmacht rief gegen ihn die Waffen und Flotten der Re⸗ publik Venedig zu Huͤlfe, die durch die reißendſten Fortſchritte dieſer neuen italieniſchen Macht in ihren Traͤumen von Ober⸗ herrſchaft des adriatiſchen Meers fuͤrchterlich aufgeſchreckt worden. Auf der Inſel Cephalonia ſetzte endlich, fruͤher als ſein Ehrgeiz, der Tod ſeinen Eroberungsplanen eine Graͤnze. Seine anſehnlichen Beſitzungen in Griechenland, lauter Er⸗ werbungen ſeines Degens, erbte ſein Sohn Bohemund, Fuͤrſt von Tarent, der ihm an Tapferkeit nicht nachſtand, und ihn an Ehrſucht noch uͤbertraf. Er war es, der den Thron der Komnener in Griechenland erſchuͤtterte, den Fanatismus der Kreuzfahrer den Entwuͤrfen einer kalten Vergroͤßerungsbegierde liſtig dienen ließ, in Antiochien ſich ein anſehnliches Fuͤrſten⸗ thum errang, und allein von dem frommen Wahnſinne frei war, der die Fuͤrſten des Kreuzheers erhitzte. Die griechiſche Prinzeſſin Anna Komnena ſchildert uns Vater und Sohn als gewiſſenloſe Banditen, deren ganze Tugend ihr Degen war, aber Robert und Bohemund waren die fuͤrchterlichſten Feinde ihres Hauſes; ihr Zeugniß reicht alſo nicht hin, dieſe Maͤnner zu verdammen. Eben dieſe Prinzeſſin kann es dem Robert nicht vergeben, daß er, ein bloßer Edelmann und Gluͤcksritter,