Teil eines Werkes 
11. Band (1838)
Entstehung
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der Papſt hatte ſeine furchtbarſten Feinde in treue Stuͤtzen ſeines Stuhls verwandelt.

In Sicilien theilten ſich noch immer Saracenen und Grie⸗ chen, aber bald fing dieſe reiche Inſel an, die Vergroͤßerungs⸗ begierde der normaͤnniſchen Eroberer zu reizen. Auch mit die⸗ ſer beſchenkte der Papſt ſeine neuen Clienten, dem es bekannt⸗ lich nichts koſtete, die Erdkugel mit neuen Meridianen zu durchſchneiden und noch unentdeckte Welten auszutheilen. Mit der Fahne, welche der heilige Vater geweiht hatte, ſetzten die Soͤhne Tancreds, Guiscard und Roger, in Sicilien uͤber, und unterwarfen ſich in kurzer Zeit die ganze Inſel. Mit Vorbe⸗ halt ihrer Religion und Geſetze huldigten Griechen und Araber der normaͤnniſchen Herrſchaft, und die neue Eroberung wurde Rogern und ſeinen Nachkommen uͤberlaſſen. Auf die Unter⸗ werfung Siciliens folgte bald die Wegnahme von Benevent und Salerno, und die Vertreibung des in der letzten Stadt regierenden Fuͤrſtenhauſes, welches aber den kurzen Frieden mit der roͤmiſchen Kirche unterbricht und zwiſchen Robert Guiscard und dem Papſt einen heftigen Streit entzuͤndet. Gregor VII, der gewaltthaͤtigſte aller Paͤpſte, kann einige normaͤnniſche Edel⸗ leute, Vaſallen und Nachbarn ſeines Stuhls, weder in Furcht ſetzen, noch bezwingen. Sie trotzen ſeinem Bannfluch, deſſen fuͤrchterliche Wirkungen einen heldenmuͤthigen und maͤchtigen Kai⸗ ſer zu Boden ſchlagen, und eben der herausfordernde Trotz, wo⸗ durch dieſer Papſt die Zahl ſeiner Feinde vergroͤßert und ihre Er⸗ bitterung unverſoͤhnlich macht, macht ihm einen Freund in der Naͤhe deſto wichtiger. Um Kaiſer und Koͤnigen zu trotzen, muß er einem gluͤcklichen Abenteurer in Apulien ſchmeicheln. Bald bedarf er in Rom ſelbſt ſeines rettenden Arms. In der Engelsburg von Roͤmern und Deutſchen belagert, ruft er den Herzog von Apulien zu ſeinem Beiſtand herbei, der auch wirk⸗