Teil eines Werkes 
11. Band (1838)
Entstehung
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aus; jedem normaͤnniſchen Streiter wird in dem eroberten Land irgend eine Stadt oder ein Dorf zur Belohnung.

Das unerwartete Gluͤck der ausgewanderten Soͤhne Tancreds erweckte bald die Eiferſucht der daheim gebliebenen. Der juͤngſte von dieſen, Robert Guiscard(der Verſchlagene), war heran⸗ gewachſen, und die kuͤnftige Groͤße verkuͤndigte ſich ſeinem ahnenden Geiſt. Mit zwei andern Bruͤdern machte er ſich auf in das goldene Land, wo man mit dem Degen Furſten⸗ thuͤmer angelt. Gern erlaubten die deutſchen Kaiſer, Heinrich II und III, dieſem Heldengeſchlechte, zu Vertreibung ihres verhaß⸗ teſten Feindes und zu Italiens Befreiung ihr Blut zu ver⸗ ſpritzen. Gewonnen duͤnkte ihnen fuͤr das abendlaͤndiſche Reich, was fuͤr das morgenlaͤndiſche verloren war, und mit guͤnſtigem Auge ſehen ſie die tapfern Fremdlinge von dem Raube der Griechen wachſen. Aber die Eroberungsplane der Normaͤnner erweitern ſich mit ihrer wachſenden Anzahl und ihrem Gluͤck; der Griechen Meiſter, bezeigen ſie Luſt, ihre Waffen gegen die Lateiner zu kehren. So unternehmende Nachbarn beunruhigen den roͤmiſchen Hof. Das Herzogthum Benevent, dem Papſt Leo IX erſt kuͤrzlich von Kaiſer Heinrich III zum Geſchenke ge⸗ geben, wird von den Normaͤnnern bedroht. Der Papſt ruft gegen ſie den maͤchtigen Kaiſer zu Huͤlfe, der zufrieden iſt, dieſe kriegeriſchen Maͤnner, die er nicht zu bezwingen hofft, in Vaſallen des Reichs zu verwandeln, dem ihre Tapferkeit zur Vormauer gegen Griechen und Unglaͤubige dienen ſollte. Leo IX bedient ſich gegen ſie der nimmer fehlenden apoſtoliſchen Waffen. Der Fluch wird uͤber ſie ausgeſprochen, ein heiliger Krieg wird gegen ſie gepredigt, und der Papſt haͤlt die Gefahr fuͤr drohend genug, um mit ſeinen Biſchoͤfen in eigner Perſon an der Spitze ſeines heiligen Heers gegen ſie zu ſtreiten. Die Nor⸗ maͤnner achten gleich wenig auf die Staͤrke dieſes Heers und

Schillers ſaͤmmtl. Werke. XI. 4