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Feind gefaßt, in ſtolzer Sicherheit ſchwelgt. Alles weicht ihrer unwiderſtehlichen Tapferkeit. Eilfertig werfen ſich die Sara⸗ cenen in ihre Schiffe, und geben ihr ganzes Lager Preis. Sa⸗ lerno hatte ſeine Schaͤtze gerettet, und bereicherte ſich noch mit dem ganzen Raub der Unglaͤubigen; das Werk der Tapferkeit von ſechzig normänniſchen Pilgern. Ein ſo wichtiger Dienſt war der ausgezeichnetſten Dankbarkeit werth, und, befriedigt von der Freigebigkeit des Fuͤrſten zu Salerno, ſchiffte die Heldenſchaar nach Hauſe.
Das Abenteuer in Italien ward in der Heimath nicht ver⸗ ſchwiegen. Neapels ſchoͤner Himmel und geſegnete Erde ward geruͤhmt, der nie geendigte Krieg auf dieſem Boden, der dem Soldaten Beſchaͤftigung und Anſehen, der dem Schwachen Reichthum, der ihm Beute und Belohnung verſprach. Mit begierigem Ohr horchte eine kriegeriſche Jugend. Das untere Italien ſah in kurzer Zeit neue Haufen von Normaͤnnern lan⸗ den, deren Tapferkeit ihre kleine Anzahl verbarg. Das milde Klima, das fette Land, die koͤſtliche Beute, waren unwider⸗ ſtehliche Reizungen fuͤr ein Volk, das in ſeinen neuen Wohn⸗ ſitzen und bei ſeiner neuen Lebensart das corſariſche Gewerbe ſo ſchnell nicht verlernen konnte. Ihr Arm war Jedem feil, der ihn dingen wollte; Fechtens wegen waren ſie gekommen, gleichviel fuͤr weſſen Sache ſie fochten. Der griech iſche Unter⸗ than erwehrte ſich mit dem Arme der Normaͤnner einer tyran⸗ niſchen Satrapenregierung; mit Huͤlfe der Normaͤnner trotzten die longobardiſchen Fuͤrſten den Anſpruͤchen des griechiſchen Hofs; Normanner ſtellten die Griechen ſelbſt den Saracenen entgegen. Lateiner und Griechen hatten ohne Unterſchied Ur⸗ ſache, den Arm dieſer Fremdlinge wechſelsweiſe zu fuͤrchten und zu preiſen.
In Neapel hatte ſich ein Herzog aufgeworfen, dem die Tapfer⸗


