Teil eines Werkes 
11. Band (1838)
Entstehung
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gegengeſetzten Enden von Europa einen unſterblichen Namen

machten und glaͤnzende Reiche ſtifteten. Normaͤnniſche Gluͤcks⸗

ritter zogen ſüdwaͤrts, unterwarfen das untere Italien und die Inſel Sicilien ihrer Herrſchaft, und gruͤndeten hier eine

Monarchie, welche Rom an der Diber und Rom an dem Bosporus zittern machte. Ein normaͤnniſcher Herzog war's, der Britannien eroberte.

Unter allen Provinzen Italiens waren Apulien, Calabrien und die Inſel Sicilien viele Jahrhunderte lang die beklagens⸗ wuͤrdigſten geweſen. Hier unter dem gluͤcklichſten Himmel Groß⸗ Griechenlands, wo ſchon in den fruͤheſten Zeiten griechiſche Cultur aufbluͤhte, wo eine ergiebige Natur die helleniſchen Pflanzungen mit freiwilliger Milde pflegte, dort auf der ge⸗ ſegneten Inſel, wo die jugendlichen Staaten: Agrigent, Gela, Leontium, Syrakus, Selinus, Himera, in muthwilliger Freiheit ſich bruͤſteten, hatten gegen Ende des erſten Jahrtauſends Anarchie und Verwuͤſtung ihren ſchrecklichen Thron aufgeſchla⸗ gen. Nirgends, lehrt eine traurige Erfahrung, ſieht man die Leidenſchaften und Laſter der Menſchen ausgelaſſener toben, nirgends mehr Elend wohnen, als in den gluͤcklichen Gegenden, welche die Natur zu Paradieſen beſtimmte. Schon in fruͤhen Zeiten ſtellten Raubſucht und Eroberungsbegierde dieſer geſeg⸗ neten Inſel nach; und ſo wie die ſchoͤpferiſche Waͤrme dieſes Himmels die ungluͤckliche Wirkung hatte, die abſcheulichſten Ge⸗ burten der Tyrannei an das Licht zu bruͤten, hatte ſelbſt auch das wohlthaͤtige Meer, welches dieſe Inſel zum Mittelpunkte des Handels beſtimmte, nur dazu dienen muͤſſen, die feindſeli⸗ gen Flotten der Mamertiner, der Carthager, der Araber an ihre Kuſte zu tragen. Eine Reihe barbariſcher Nationen hatte dieſen einladenden Boden betreten. Die Griechen, aus Ober⸗ und Mittel⸗Italien durch Longobarden und Franken vertrieben, hatten