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ſchäͤtzbaren Regal, als den erwaͤhlten Biſchof, vor ſeiner Ein⸗ weihung vermittelſt des Scepters, wie einen weltlichen Va⸗ ſallen, mit dem weltlichen Theil ſeiner Wurde zu bekleiden. Ring und Stab, die geweihten Sinnbilder des biſchoͤflichen Amtes, durfte die unkeuſche, blutbeſchuldete Laienhand nicht mehr beruͤhren. Bloß fuͤr ſtreitige Faͤlle, wenn ſich das Dom⸗ capitel in der Wahl eines Biſchofs nicht vereinigen konnte, hatten die Kaiſer noch einen Theil ihres vorigen Einfluſſes gerettet, und der Zwieſpalt der Waͤhlenden ließ es ihnen nicht an Gelegenheit fehlen, davon Gebrauch zu machen. Aber auch dieſen wenigen geretteten Ueberreſten der vormaligen Kaiſer⸗ gewalt ſtellte die Herrſchſucht der folgenden Paͤpſte nach, und der Knecht der Knechte Gottes hatte keine groͤßere An⸗ gelegenheit, als den Herrn der Welt ſo tief als moͤglich neben ſich zu erniedrigen.
Die gefaͤhrlichſte Stelle in der Chriſtenheit war jetzt un⸗ ſtreitig der roͤmiſche Kaiſerthron; gegen dieſen zielte die auf⸗ ſtrebende paͤpſtliche Macht mit allen Donnern, die ihr zu Gebote ſtanden, mit allen Fallſtricken ihrer verborgenen Staatskunſt. Deutſchlands Verfaſſung erleichterte ihr den Sieg uͤber ſeinen Oberherrn; der Glanz des kaiſerlichen Namens machte ihn ſchimmernd. Jeder deutſche Fuͤrſt, den die Wahl ſeiner Mit⸗ ſtaͤnde auf den Stuhl der Ottonen ſetzte, brach eben dadurch mit dem apoſtoliſchen Stuhl. Er konnte ſich als ein Opfer betrachten, das man zum Tode ſchmuͤckte. Zugleich mit dem kaiſerlichen Purpur mußte er Pflichten uͤbernehmen, die mit den Vergroͤßerungsplanen der Paͤpſte durchaus unvereinbar waren, und ſeine kaiſerliche Ehre, ſein Anſehen im Reich hing an ihrer Erfuͤllung. Seine Kaiſerwuͤrde legte ihm auf, die Herrſchaft uͤber Italien und ſelbſt in den Mauern Roms zu behaupten;


