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zu behaupten. Dieß war vorzuͤglich in ſolchen Laͤndern noͤthig, wo ein maͤchtiger und kriegeriſcher Adel war, und unentbehrlich an den Graͤnzen. Es wurde noͤthiger von einem Jahrhundert zum andern, wie der Verfall des koͤniglichen Anſehens die Anarchie herbeifuͤhrte, Privatkriege einriſſen, und Strafloſigkeit die Raubſucht aufmunterte; daher auch die Geiſtlichkeit, welche dieſen Raͤubereien vorzuͤglich ausgeſetzt war, ihre Schirmvögte und Vaſallen unter den maͤchtigen Baronen ausſuchte. Die hohen Vaſallen der Krone waren alſo zugleich beguͤterte Baro⸗ nen oder Eigenthumsherren, und hatten ſelbſt ſchon ihre Vaſallen unter ſich, deren Arm ihnen zu Gebote ſtand. Sie waren zu⸗ gleich Lehentraͤger der Krone, und Lehensherren ihrer Unterſaſſen; das Erſte gab ihnen Abhaͤngigkeit, indem Letzte⸗ res den Geiſt der Willkuͤr bei ihnen naͤhrte. Auf ihren Guͤtern waren ſie unumſchraͤnkte Fuͤrſten; in ihren Lehen waren ihnen die Haͤnde gebunden, jene vererbten ſich vom Vater zum Sohne, dieſe kehrten nach ihrem Ableben in die Hand des Lehensherrn zuruͤck. Ein ſo widerſprechendes Verhaͤltniß konnte nicht lange Beſtand haben. Der maͤchtige Kronvaſall aͤußerte bald ein Beſtreben, das Lehen dem Allodium gleich zu machen, dort, wie hier, unumſchraͤnkt zu ſeyn, und jenes, wie dieſes, ſeinem Nach⸗ kommen zu verſichern. Anſtatt den König in dem Herzogthum oder in der Grafſchaft zu repraͤſentiren, wellte er ſich ſelbſt repraͤſentiren, und er hatte dazu gefaͤhrliche Mittel an der Hand. Eben die Huͤlfsquellen, die er aus ſeinen Allodien ſchoͤpfte, eben dieſes kriegeriſche Heer, das er aus ſeinen Va⸗ ſallen aufbringen konnte und wodurch er in den Stand geſetzt war, der Krone in dieſem Poſten zu nuͤtzen, machte ihn zu einem eben ſo gefaͤhrlichen als unſichern Werkzeug derſelben. Beſaß er viele Allodien in dem Lande, das er zu Lehen trug, oder worin er eine richterliche Wuͤrde bekleidete(und aus dieſem


