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verpflanzt, bis in das Innere des Chriſtenthums ihren nor⸗ diſchen Aberglauben getragen.
Monarchien nach roͤmiſchem oder aſiatiſchem Muſter und Freiſtaaten nach griechiſcher Art ſind auf gleiche Weiſe von dem neuen Schauplatz verſchwunden. An die Stelle derſelben ſind ſoldatiſche Ariſtokratien getreten, Monarchien ohne Ge⸗ horſam, Republiken ohne Sicherheit und ſelbſt ohne Freiheit, große Staaten in hundert kleine zerſtuͤckelt, ohne Ueberein⸗ ſtimmung von innen, von außen ohne Feſtigkeit und Be⸗ ſchirmung, ſchlecht zuſammenhaͤngend in ſich ſelbſt und noch ſchlechter unter einander verbunden. Man findet Koͤnige, ein widerſprechendes Gemiſch von barbariſchen Heerfuͤhrern und roͤmiſchen Imperatoren, von welchen letztern einer den Namen traͤgt, aber ohne ihre Machtvollkommenheit zu be⸗ ſitzen; Magnaten, an wirklicher Gewalt wie an Anmaßun⸗ gen uͤberall dieſelben, obgleich verſchieden benannt in ver⸗ ſchiedenen Laͤndern; mit dem weltlichen Schwert gebietende Prieſter; eine Miliz des Staats, die der Staat nicht in der Gewalt hat und nicht beſoldet; endlich Landbauer, die dem Boden nicht angehoͤren, der ihnen nicht gehoͤrt; Adel und Geiſtlichkeit, Halbfreie und Knechte. Municipalſtaͤdte und freie Buͤrger ſollen erſt werden.
Um dieſe veraͤnderte Geſtalt der europaͤiſchen Staaten zu erklaͤren, muͤſſen wir zu entferntern Zeiten zuruͤckgehen und ihrem Urſprung nachſpuͤren.
Als die nordiſchen Nationen Deutſchland und das roͤmiſche Reich in Beſitz nahmen, beſtanden ſie aus lauter freien Men⸗ ſchen, die aus freiwilligem Entſchluß dem Bunde beigetreten waren, der auf Eroberung ausging, und bei einem gleichen Antheil an den Arbeiten und Gefahren des Kriegs ein gleiches Recht an die Laͤnder hatten, welche der Preis dieſes Feldzugs


