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vertilgte, und ihren neuen Zuſtand mit demjenigen, worin ſie ſich vorher befunden, faſt außer aller Verbindung ſetzte. Wenn auch ſchon Klima, Beſchaffenheit des Bodens, Nachbarſchaft, geographiſche Lage einen merklichen Unterſchied unterhielten, wenn gleich die ubrig gebliebenen Spuren roͤmiſcher Cultur in den mittaͤglichen, der Einfluß der gebildetern Araber in den ſuͤdweſtlichen Laͤndern, der Sitz der Hierarchie in Italien, und der oͤftere Verkehr mit den Griechen in eben dieſem Lande nicht ohne Folgen fuͤr die Bewohner derſelben ſeyn konnten, ſo waren ihre Wirkungen doch zu unmerklich, zu langſam und zu ſchwach, um das feſte generiſche Gepraͤge, das alle dieſe Nationen in ihre neuen Wohnſitze mitgebracht hatten, aus⸗ zuloͤſchen, oder merklich zu veraͤndern. Daher nimmt der Ge⸗ ſchichtsforſcher an den entlegenſten Enden von Europa, in Si⸗ cilien und Britannien, an der Donau und an der Eider, am Ebro und an der Elbe, im Ganzen eine Gleichfoͤrmigkeit der Verfaſſung und der Sitten wahr, die ihn um ſo mehr in Ver⸗ wunderung ſetzt, da ſie ſich mit der groͤßten Unabhaͤngigkeit und einem faſt gaͤnzlichen Mangel an wechſelſeitiger Verbin⸗ dung zuſammen findet. So viele Jahrhunderte auch uͤber die⸗ ſen Voͤlkern hinweggegangen ſind, ſo große Veraͤnderungen auch durch ſo viele neue Lagen, eine neue Religion, neue Sprachen, neue Kuͤnſte, neue Gegenſtaͤnde der Begierde, neue Bequem⸗ lichkeiten und Genuͤſſe des Lebens, im Innern ihres Zuſtands haͤtten bewirkt werden ſollen und auch wirklich bewirkt wurden, ſo beſteht doch im Ganzen noch dasſelbe Staatsgeruͤſte, das ihre Vereltern bauten. Noch jetzt ſtehen ſie, wie in ihrem ſcythiſchen Vaterland, in wilder Unabhaͤngigkeit, geruͤſtet zum Angriff und zur Vertheidigung, in Europa's Diſtricten, wie in einem großen Heerlager ausgebreitet; auch auf dieſen wei⸗ tern politiſchen Schauplatz haben ſie ihr barbariſches Staatsrecht


