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ſchuldigung zu beduͤrfen. Die großen Epochen in der Geſchichte verknuͤpfen ſich zu genau mit einander, als daß die eine ohne die andere erklaͤrt werden koͤnnte; und die Begebenheit der Kreuzzuͤge iſt nur der Anfang zur Aufloͤſung eines Raͤthſels, das dem Philoſophen der Geſchichte in der Voͤlkerwanderung aufgegeben worden.
Im dreizehnten Jahrhundert iſt es, wo der Genius der Welt, der ſchaffend in der Finſterniß geſponnen, die Decke hin⸗ wegzieht, um einen Theil ſeines Werks zu zeigen. Die truͤbe Nebelhuͤlle, welche tauſend Jahre den Horizont von Europa umzogen, ſcheidet ſich in dieſem Zeitpunkt, und heller Himmel ſieht hervor. Das vereinigte Elend der geiſtlichen Einfoͤr⸗ migkeit und der politiſchen Zwietracht, der Hierarchie und der Lehenverfaſſung, vollzaͤhlig und erſchoͤpft beim Ablauf des eilf⸗ ten Jahrhunderts, muß ſich in ſeiner ungeheuerſten Geburt, in dem Taumel der heiligen Kriege, ſelbſt ein Ende bereiten.
Ein fanatiſcher Eifer ſprengt den verſchloſſenen Weſten wie⸗ der auf, und der erwachſene Sohn tritt aus dem vaͤterlichen Hauſe. Erſtaunt ſieht er in neuen Voͤlkern ſich an, freut ſich am thraciſchen Bosporus ſeiner Freiheit und ſeines Muths, erroͤthet in Byzanz uͤber ſeinen rohen Geſchmack, ſeine Unwiſ⸗ ſenheit, ſeine Wildheit, und erſchrickt in Aſien uͤber ſeine Ar⸗ muth. Was er ſich dort nahm und heimbrachte, bezeugen Europens Annalen; die Geſchichte des Orients, wenn wir eine haͤtten, wuͤrde uns ſagen, was er dafuͤr gab und zuruͤckließ. Aber ſcheint es nicht, als haͤtte der fraͤnkiſche Heldengeiſt in das hinſterbende Byzanz noch ein fluͤchtiges Leben gehaucht? Unerwartet rafft es mit ſeinen Komnenern ſich auf, und, durch den kurzen Beſuch der Deutſchen geſtaͤrkt, geht es von jetzt an einen edlern Schritt zum Tode.
Hinter dem Kreuzfahrer ſchlaͤgt der Kaufmann ſeine Bruͤcke,


