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drang, verſenkte, aus der weichlichen Sklaverei, worin es die thaͤtigſten Kraͤfte einer zahlreichen Menſchenwelt erſtickte, ſehen wir das menſchliche Geſchlecht durch die geſetzloſe ſtuͤrmiſche Freiheit des Mittelalters wandern, um endlich in der gluͤck⸗ lichen Mitte zwiſchen beiden Aeußerſten auszuruhen, und Freiheit mit Ordnung, Nuhe mit Thaͤtigkeit, Mannichfaltigkeit mit Uebereinſtimmung wohlthaͤtig zu verbinden.
Die Frage kann wohl ſchwerlich ſeyn, ob der Gluͤcksſtand⸗ deſſen wir uns erfreuen, deſſen Annaͤherung wir wenigſtens mit Sicherheit erkennen, gegen den bluͤhendſten Zuſtand, worin ſich das Menſchengeſchlecht ſonſt jemals beſunden, fuͤr einen Gewinn zu achten ſey, und ob wir uns gegen die ſchoͤnſten Zeiten Noms und Griechenlands auch wirklich verbeſſert haben. Griechenland und Rom konnten hochſtens vortreffliche Roͤm er,⸗ vortreffliche Griechen erzeugen— die Nation, auch in ihrer ſchoͤnſten Epoche, erhob ſich nie zu vortrefflichen Men⸗ ſchen. Eine barbariſche Wuͤſte war dem Athenienſer die uͤbrige Welt außer Griechenland; und man weiß, daß er dieſes bei ſeiner Gluͤckſeligkeit ſehr mit in Anſchlag brachte. Die Roͤmer waren durch ihren eigenen Arm beſtraft, da ſie auf dem gan⸗ zen großen Schauplatz ihrer Herrſchaft nichts mehr ubrig ge⸗ laſſen hatten, als roͤmiſche Buͤrger und roͤm iſche Skla⸗ ven. Keiner von unſern Staaten hat ein roͤmiſches Buͤrger⸗ recht auszutheilen; dafuͤr aber beſitzen wir ein Gut, das, wenn er Roͤmer bleiben wollte, kein Roͤmer kennen durfte— und wir beſitzen es von einer Hand, die Keinem raubte, was ſie Einem gab, und was ſie eintal gab, nie zuruͤcknimmt: wir haben Menſchenfreiheit; ein Gut, das— wie ſehr ver⸗ ſchieden von dem Buͤrgerrecht des Roͤmers!— an Werthe zu⸗ nimmt, je groͤßer die Anzahl derer wird, die es mit uns theilen, das, von keiner wandelbaren Form der Verfaſſung,


