Teil eines Werkes 
10. Band (1838)
Entstehung
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einigen Werth, ſie ſind geiſtiges Mittel zu thieriſchem Zweck.

0) Juͤngling und Mann. Oftmalige Wiederholung dieſer Schluͤſſe macht ſie nach und nach zur Fertigkeit, und Uebertragung will in dem Rittel ſelbſt Schoͤn⸗ heit gefunden haben. Er wird gerner darauf ver⸗ weilen, ohne zu wiſſen warum? Er wird unvermerkt hin⸗ gezogen werden, daruͤber zu denken. Jetzt koͤnnen ſchon die Strahlen der geiſtigen Schoͤnheit ſelbſt ſeine offene Seele ruͤhren; das Gefuͤhl ſeiner Kraftaͤußerung ergöͤtzt ihn und floͤßt ihm Neigung zu dem Gegenſtand ein, der bisher nur Mittel war; der erſte Zweck iſt vergeſſen. Auf⸗ klaͤrung und Ideenbereicherung decken ihm zuletzt die ganze Wuͤrde geiſtiger Vergnuͤgungen auf das Mittel iſt hoͤchſter Zweck worden.

Dieß lehrt mehr oder weniger die Individualgeſchichte jedes Menſchen, der nur einige Bildung hat, und einen beſſern Weg konnte wohl die Weisheit nicht waͤhlen, den Menſchen zu fuͤh⸗ ren; wird nicht auch jetzt noch der Poͤbel gegaͤngelt wie unſer Knabe? Und hat uns nicht der Prophet aus Medina ein auf⸗

fallend deutliches Beiſpiel zuruͤckgelaſſen, wie man den rohen

Sinn der Saracenen im Zuͤgel halten ſollte?

(Hieruͤber kann nichts Vortrefflicheres geſagt werden, als was Garve in ſeinen Anmerkungen zu dem Capitel uͤber die natuͤrlichen Triebe in Ferguſons Moralphiloſophie auf folgende Art entwickelt hat:Der Trieb der Erhaltung und der Reiz der ſinnlichen Luſt ſetzt zuerſt den Menſchen wie das Thier in Chaͤtigkeit; er lernt die Dinge anderer Menſchen und ſeine Handlungen gegen ſie erſtlich dadurch ſchaͤtzen, weil ſie ihm Vergnuͤgen verſchaffen. So wie ſich die Anzahl der Dinge erweitert, deren Wirkungen er erfaͤhrt, ſo breiten ſich ſeine