Teil eines Werkes 
10. Band (1838)
Entstehung
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§. 9. In Verbindung.

Jetzt ſetze man zu dem Geiſte das Thier. Man verflechte dieſe beiden Naturen ſo innig, als ſie wirklich verflochten ſind, und laſſe ein unbekanntes Etwas, aus der Oekonomie des thieriſchen Leibes geboren, die Empfindungskraft anfallen, man verſetze die Seele in den Zuſtand des phyſiſchen Schmer⸗ zens. Das war der erſte Stoß, der erſte Lichtſtrahl in die Schlummernacht der Kraͤfte, toͤnender Goldklang auf die Laute

der Natur. Jetzt iſt Empfindung da, und Empfin⸗ dung war es ja auch nur allein, was wir vorhin vermißten. Dieſe Art von Empfindung ſcheint mit Abſicht recht dazu ge⸗ macht zu ſeyn, alle jene Schwierigkeiten zu heben. Dort konn⸗ ten wir keine herausbringen, weil wir keine Idee vorausſetzen durften; hier vertritt die Modification in dem koͤrperlichen Werkzeug die Stelle der Ideen, und ſo hilft thieriſche Empfin⸗ dung das innere Uhrwerk des Geiſtes, wenn ich ſo ſagen darf, in den Gang bringen. Der Uebergang von Schmerz zu Ab⸗ ſcheu iſt Grundgeſetz der Seele. Der Wille iſt thaͤtig, und die Thaͤtigkeit einer einzigen Kraft iſt hinlaͤnglich, alle uͤbrigen in Wirkung zu ſetzen. Die nachfolgenden Operationen entwickeln ſich von ſelbſt und gehoͤren auch nicht in dieſes Capitel.

§. 10. Aus der Geſchichte des Individuums.

Nun verfolge man das Seelenwachsthum des einzelnen Menſchen in Beziehung auf den zu erweiſenden Satz, und gebe Acht, wie ſich alle ſeine Geiſtesfaͤhigkeiten aus ſinnlichen Trieben entwickeln.