Teil eines Werkes 
10. Band (1838)
Entstehung
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Art, die ich noch nicht begreife an die Thaͤtigkeit der Materie gebunden. Die Veraͤnderungen in der Koͤrperwelt muͤſſen durch eine eigene Claſſe mittlerer organiſcher Kraͤfte, die Sinne, modificirt und ſo zu ſagen verfeinert werden, ehe ſie vermoͤgend ſind, in mir eine Vorſtellung zu erwecken; ſo muͤſſen wiederum andere organiſche Kraͤfte, die Maſchinen der willkuͤrlichen Be⸗ wegung, zwiſchen Seele und Welt treten, um die Veraͤnderung der erſteren auf die letztere fortzupflanzen; ſo muͤſſen endlich ſelbſt die Operationen des Denkens und Empfindens gewiſſen Bewegungen des innern Senſoriums correſpondiren. Alles dieſes macht den Organismus der Seelenwirkungen aus.

Aber die Materie iſt ein Raub des ewigen Wechſels und reibt ſich ſelbſt auf, ſo wie ſie wirket, unter der Bewegung wird das Element aus ſeinen Fugen getrieben, verjagt und verloren. Weil nun im Gegentheil das einfache Weſen die Seele Dauer und Beſtandheit in ſich ſelber hat, und in ihrem Weſen weder gewinnet noch verliert, ſo kann die Materie nicht gleichen Schritt mit der Geiſtesthaͤtigkeit halten, und bald wuͤrde alſo der Organismus des geiſtigen Lebens, mit ihm alle Wirkſamkeit der Seele, dahin ſeyn. Dieß nun zu verhuͤten, mußte ein neues Syſtem organiſcher Kraͤfte zu dem erſten gleichſam angereihet werden, das ſeine Conſumtionen erſetzt und ſeinen ſinkenden Flor durch eine ſtetig aneinander haͤngende Kette neuer Schoͤpfungen erhaͤlt. Dieß iſt der Organismus der Ernaͤhrung.

Noch mehr. Nach einem kurzen Zeitraum von Wirkung, nach dem aufgehobenen Gleichgewicht zwiſchen Verluſt und Erneuerung tritt der Menſch von der Buͤhne des Lebens, und das Geſetz der Sterblichkeit entvoͤlkert die Erde. Auch hat die Anzahl empfindender Weſen, die die ewige Liebe und Weisheit in ein gluͤckliches Daſeyn wollte gerufen haben, nicht Raum