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Enghien eilte ſogleich mit einem beträchtlichen Succurs aus dem Elſaß, Königsmark aus Mäͤhren, die Heſſen von dem Rheinſtrom herbei, das geſchlagene Heer zu verſtärken, und die Bayern wurden bis an das äußerſte Schwaben zurück gedraͤngt. Bei dem Dorf Allersheim unweit Noͤrdlingen hielten ſie endlich Stand, die Granze von Bayern zu vertheidigen. Aber der ungeſtüme Muth des Herzogs von Enghien ließ ſich durch kein Hinderniß ſchrecken. Er führte ſeine Vöͤlker gegen die feindlichen Schanzen, und eine große Schlacht geſchah, die der heldenmüthige Widerſtand der Bayern zu einer der harknackig⸗ ſten und blutigſten machte, und endlich der Tod des vortreff⸗ lichen Mercy, Turenne's Beſonnenheit und die felſenfeſte Standhaftigkeit der Heſſen zum Vortheil der Alliirten entſchied. Aber auch dieſe zweite barbariſche Hinopferung von Menſchen hatte auf den Gang des Kriegs und der Friedensunterhand⸗ lungen wenig Einfluß. Das franzöſiſche Heer, durch dieſen blutigen Sieg entkräftet, verminderte ſich noch mehr durch den Abzug der Heſſen, und den Bayern führte Leopold kaiſerliche Hülfsvölker zu, daß Turenne aufs eilfertigſte nach dem Rhein zurückfliehen mußte.
Der Rückzug der Franzoſen erlaubte dem Feind, ſeine ganze Macht jetzt nach Böhmen gegen die Schweden zu kehren. Guſtav Wrangel, kein unwürdiger Nachfolger Banners und Torſtenſohns, hatte im Jahre 1646 das Obercommando über die ſchwediſche Macht erhalten, die außer Königsmarks fliegendem Corps und den vielen im Reiche zerſtreuten Beſatzun⸗ gen, ungefähr noch achttauſend Pferde und fünfzehntauſend Mann Fußvolk zählte. Nachdem der Erzherzog ſeine vier und zwanzigtauſend Mann ſtarke Macht durch zwölf bayeriſche Cavallerie⸗ und achtzehn Infanterie⸗Regimenter verſtarkt hatte, ging er auf Wrangeln los, und hoffte ihn, ehe Königs⸗


