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mark zu ihm ſtieße, oder die Franzoſen eine Diverſion mach⸗ ten, mit ſeiner uͤberlegenen Macht zu erdrücken. Aber dieſer erwartete ihn nicht, ſondern eilte durch Oberſachſen an die Weſer, wo er Höoͤxter und Paderborn wegnahm. Von da wen⸗ dete er ſich nach Heſſen, um ſich mit Turenne zu vereinigen, und zog in ſeinem Lager zu Wetzlar die fliegende Armee des Königsmark an ſich. Aber Turenne, gefeſſelt durch Mazarins Befehle, der dem Kriegsglück und dem immer wachſenden Uebermuth Schwedens gern eine Gränze geſetzt ſah, entſchuldigte ſich mit dem dringendern Bedürfniß, die nieder⸗ ländiſchen Gränzen des franzöſiſchen Reichs zu vertheidigen, weil die Ho aͤnder ihre verſprochene Diverſion in dieſem Jahre unterlaſſen hätten. Da aber Wrangel fortfuhr, auf ſeiner gerechten Forderung mit Nachdruck zu beſtehen, da eine laͤngere Widerſetzlichkeit bei den Schweden Verdacht erwecken, ja ſie vielleicht gar zu einem Privatfrieden mit Oeſterreich geneigt machen konnte, ſo erhielt endlich Turenne die erwuͤnſchte Erlaubniß, das ſchwediſche Heer zu verſtärken.
Die Vereinigung geſchah bei Gießen, und jetzt fühlte man ſich mächtig genug, dem Feinde die Stirn zu bieten. Er war den Schweden bis Heſſen nachgeeilt, wo er ihnen die Lebens⸗ mittel abſchneiden und die Vereinigung mit Turenne ver⸗ hindern wollte. Beides mißlang, und die Kaiſerlichen ſahen ſich nun ſelbſt von dem Main abgeſchnitten und nach dem Verluſt ihrer Magazine dem größten Mangel ausgeſetzt. Wrangel benutzte ihre Schwache, um eine Unternehmung auszuführen, die dem Krieg eine ganz andere Wendung geben ſollte. Auch er hatte die Maxime ſeines Vorgängers adoptirt, den Krieg in die öſterreichiſchen Staaten zu ſpielen; aber von dem ſchlechten Fortgange der Torſtenſohn'ſchen Unternehmung abgeſchreckt, hoffte er denſelben Zweck auf einem andern Wege


