Teil eines Werkes 
9. Band (1838)
Entstehung
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entſagte er ſeiner Unternehmung auf Oeſterreich und Mähren, begnügte ſich, durch Zurücklaſſung ſchwediſcher Beſatzungen in den eroberten Schlöſſern, einen Schluſſel zu beiden Provinzen zu behalten, und nahm ſeinen Weg nach Böhmen, wohin ihm die Kaiſerlichen unter dem Erzherzog Leopoldfolgten. Welche der verlorenen Plätze von dem letztern noch nicht wieder erobert waren, wurden nach ſeinem Abzuge von dem kaiſerlichen Gene⸗ ral Bucheim bezwungen, ſo daß die oſterreichiſche Graͤnze in dem folgenden Jahr wieder völlig von Feinden gereinigt war, und das zitternde Wien mit dem bloßen Schrecken davon kam. Auch in Böhmen und Schleſien behaupteten ſich die Schweden nur mit ſehr abwechſelndem Gluͤck, und durchirrten beide Lander, ohne ſich darin behaupten zu koͤnnen. Aber wenn auch der Er⸗ folg der Torſtenſohn'ſchen Unternehmung ihrem vielverſprechen⸗ den Anfang nicht ganz gemäß war, ſo hatte ſie doch für die ſchwediſche Partei die entſcheidendſten Folgen. Daänemark wurde dadurch zum Frieden, Sachſen zum Stillſtand genöthigt, der Kaiſer bei dem Friedenscongreſſe nachgiebiger, Frankreich gefalli⸗ ger, und Schweden ſelbſt in ſeinem Betragen gegen die Kronen zuverſichtlicher und kühner gemacht. Seiner großen Pflicht ſo gläanzend entledigt, trat der Urheber dieſer Vortheile, mit Lor⸗ beern geſchmückt, in die Stille des Privatſtandes zurück, um gegen die Qualen ſeiner Krankheit Linderung zu ſuchen. Von der böhmiſchen Seite zwar ſah ſich der Kaiſer nach Torſtenſohns Abzug vor einem feindlichen Einbruch geſichert; aber bald näherte ſich von Schwaben und Bayern her eine neue Gefahr den öſterreichiſchen Gränzen. Turenne, der ſich von Condé getrennt und nach Schwaben gewendet hatte, war im Jahr 1645 unweit Mergentheim von Mercy aufs Haupt geſchlagen worden, und die ſiegenden Bayern drangen unter ihrem tapfern Anführer in Heſſen ein. Aber der Herzog von

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