Teil eines Werkes 
9. Band (1838)
Entstehung
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Speyer, Worms, Mannheim ergeben ſich, das feſte Philipps⸗ burg wird durch Mangel gezwungen, und Mainz ſelbſt eilt, durch eine zeitige Unterwerfung den Sieger zu entwaffnen. Was Oeſterreich und Maͤhren am Anfange des Krieges gegen die Böhmen gerettet hatte, rettete es auch jetzt gegen Torſtenſohn. Ragotzy war zwar mit ſeinen Völkern, fünf und zwanzigtanſend an der Zahl, bis an die Donau in die Naͤhe des ſchwediſchen Lagers gedrungen; aber dieſe undiscipli⸗ nirten und rohen Schaaren verwüſteten nur das Land, und vermehrten den Mangel im Lager der Schweden, anſtatt daß ſie die unternehmungen Torſtenſo hns durch eine zweckmaͤßige Wirkſamkeit hätten befördern ſollen. Dem Kaiſer Tribut, dem Unterthan Geld und Gut abzuaͤngſtigen, war der Zweck, der den Ragotzy wie Bethlen Gaborn ins Feld rief, und beide gingen heim, ſobald ſie dieſe Abſicht erreicht hatten. Ferdinand, um ſeiner los zu werden, bewilligte dem Bar⸗ baren, was er nur immer forderte, und befreite durch ein ge⸗ ringes Opfer ſeine Staaten von dieſem furchtbaren Feinde. unterdeſſen hatte ſich die Hauptmacht der Schweden in einem langwierigen Lager vor Brünn aufs äußerſte geſchwächt. Torſtenſohn, der ſelbſt dabei commandirte, erſchöpfte vier Monate lang umſonſt ſeine ganze Belagerungskunſt; der Widerſtand war dem Angriff gleich, und Verzweiflung er⸗ höͤhte den Muth des Commandanten de Souches, eines ſchwediſchen Ueberlaufers, der keinen Pardon zu hoffen hatte. Die Wuth der Seuchen, welche Mangel, unreinlichkeit und der Genuß unreifer Fruͤchte in ſeinem langwierigen verpeſteten Lager erzeugte, und der ſchnelle Abzug des Siebenbürgers nothigten endlich den ſchwediſchen Befehlshaber, die Belagerung aufzu⸗ heben. Da alle Paſſe an der Donau beſetzt, ſeine Armee aber durch Krankheit und Hunger ſchon ſehr geſchmolzen war, ſo