Teil eines Werkes 
9. Band (1838)
Entstehung
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Schickſal des ganzen Treffens. Die Schweden bemaͤchtigten ſich, immer vorwärts dringend, der wichtigſten Anhöhen, und nach einem achtſtuͤndigen blutigen Gefechte, nach einem wuͤthen⸗ den Anlauf der kaiſerlichen Reiterei und dem tapferſten Wider⸗ ſtand des Fußvolks, waren ſie Meiſter vom Schlachtfelde. Zweitauſend Oeſterreicher blieben auf dem Platze, und Hatz⸗ feld ſelbſt mußte ſich mit dreitauſend gefangen geben. Und ſo war denn an Einem Tage der beſte General und das letzte Heer des Kaiſers verloren.

Dieſer entſcheidende Sieg bei Jankowitz öffnete auf einmal dem Feinde alle öſterreichiſchen Lande. Ferdinand entfloh eilig nach Wien, um für die Vertheidigung dieſer Stadt zu ſorgen, und ſich ſelbſt, ſeine Schaͤtze und ſeine Familie in Sicherheit zu bringen. Auch währte es nicht lange, ſo brachen die ſiegenden Schweden in Mähren und Oeſterreich wie eine Waſſerfluth herein. Nachdem ſie beinahe das ganze Mähren erobert, Bruͤnn eingeſchloſſen, von allen feſten Schlöſſern und Städten bis an die Donau Beſitz genommen, und endlich ſelbſt die Schanze an der Wolfsbrücke, unfern von Wien, er⸗ ſtiegen, ſtehen ſie endlich im Geſicht dieſer Kaiſerſtadt, und die Sorgfalt, mit der ſie die eroberten Plätze befeſtigen, ſcheint keinen kurzen Beſuch anzudeuten. Nach einem langen ver⸗ derblichen Umweg durch alle Provinzen des deutſchen Reiches krümmt ſich endlich der Kriegesſtrom rückwärts zu ſeinem An⸗ fang, und der Knall des ſchwediſchen Geſchützes erinnert die Einwohner Wiens an jene Kugeln, welche die boͤhmiſchen Re⸗ bellen vor ſiebenundzwanzig Jahren in die Kaiſerburg warfen. Dieſelbe Kriegsbühne führt auch dieſelben Werkzeuge des An⸗ griffs zurück. Wie Bethlen Gabor von den rebelliſchen Böhmen, ſo wird jetzt ſein Nachfolger, Ragotzy, von Torſten⸗ ſohn zum Beiſtand herbei gerufen; ſchon iſt Ober⸗Ungarn von