Teil eines Werkes 
9. Band (1838)
Entstehung
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zu ſeiner Befreiung ſuchte der König von Danemark den Frie⸗ den, und erhielt ihn zu Bremſeboor im Jahre 1645 unter harten Bedingungen.

Torſtenſohn verfolgte ſeinen Sieg. Wahrend daß einer ſeiner Untergenerale, Axel Lilienſtern, Kurſachſen ängſtigte, und Königsmark ganz Bremen ſich unterwürfig machte, brach er ſelbſt an der Spitze von ſechzehntauſend Mann und mit achzig Kanonen in Böhmen ein, und ſuchte nun den Krieg aufs neue in die Erbſtaaten Oeſterreichs zu verpflanzen. Ferdinand eilte auf dieſe Nachricht ſelbſt nach Prag, um durch ſeine Gegenwart den Muth ſeiner Völker zu entflammen, und, da es ſo ſehr an einem tüchtigen General und den vielen Befehlshabern an Uebereinſtimmung fehlte, in der Nähe der Kriegsſcenen deſto ſchneller und nachdrücklicher wirken zu kön⸗ nen. Auf ſeinen Befehl verſammelte Hatzfeld die ganze öſterreichiſche und bayeriſche Macht, und ſtellte ſie das letzte Heer des Kaiſers und der letzte Wall ſeiner Staaten wider ſeinen Rath und Willen, dem eindringenden Feinde bei Jan⸗ kau oder Jankowitz am 24 Februar 1645 entgegen. Ferdi⸗ nand verließ ſich auf ſeine Reiterei, welche dreitauſend Pferde mehr als die feindliche zaählte, und auf die Zuſage der Jung⸗ frau Maria, die ihm im Traum erſchienen und einen gewiſſen Sieg verſprochen hatte.

Die Ueberlegenheit der Kaiſerlichen ſchreckte Torſtenſohn nicht ab, der nie gewohnt war, ſeine Feinde zu zahlen. Gleich beim erſten Angriff wurde der linke Flügel, den der liguiſtiſche General von Götz in eine ſehr unvortheilhafte Gegend zwi⸗ ſchen Teichen und Wäaͤldern verwickelt hatte, völlig in Unord⸗ nung gebracht, der Anführer ſelbſt mit dem größten Theil ſei⸗ ner Völker erſchlagen und beinahe die ganze Kriegsmunition der Armee erbeutet. Dieſer unglückliche Anfang entſchied das