Teil eines Werkes 
9. Band (1838)
Entstehung
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mark den Schweden zum Opfer wurde, und der Raub dieſes Koͤnigreichs ihre Macht vermehrte. Wie groß auch die Schwie⸗ rigkeiten waren, die ſich einem ſo weiten Marſch durch lauter ausgehungerte Lander entgegenſetzten, ſo ſaumte er doch nicht, den Grafen von Gallas, dem nach dem Austritt des Pic⸗ colomini das Obercommando über die Truppen aufs neue war anvertraut worden, mit einer Armee nach Holſtein zu ſenden. Gallas erſchien auch wirklich in dieſem Herzogthum, eroberte Kiel, und hoffte, nach der Vereinigung mit den Dä⸗ nen, die ſchwediſche Armee in Jütland einzuſchließen. Zugleich wurden die Heſſen und der ſchwediſche General von Koͤnigs⸗ mark durch Hatzfeld und durch den Erzbiſchof von Bremen, den Sohn Chriſtians des Vierten, beſchäͤftigt, und der Letztere durch einen Angriff auf Meißen nach Sachſen gezogen. Aber Torſtenſohn drang durch den unbeſetzten Paß zwi⸗ ſchen Schleswig und Stapelholm, ging mit ſeiner neugeſtärkten Armee dem Gallas entgegen, und drückte ihn den ganzen Elbſtrom hinauf bis Bernburg, wo die Kaiſerlichen ein feſtes Lager bezogen. Torſtenſohn paſſirte die Saale, und nahm eine ſolche Stellung, daß er den Feinden in den Ruͤcken kam, und ſie von Sachſen und Böhmen abſchnitt. Da riß der Hun⸗ ger in ihrem Lager ein und richtete den größten Theil der Armee zu Grunde; der Ruͤckzug nach Magdeburg verbeſſerte nichts an dieſer verzweifelten Lage. Die Cavallerie, welche nach Schleſten zu entkommen ſuchte, wird von Torſtenſohn bei Jüterbock eingeholt und zerſtreut, die übrige Armee, nach einem vergeblichen Verſuch, ſich mit dem Schwert in der Hand durch⸗ zuſchlägen, bei Magdeburg faſt ganz aufgerieben. Von ſeiner großen Macht brachte Gallas bloß einige tauſend Mann und den Ruhm zuruͤck, daß kein groͤßerer Meiſter zu finden ſey, eine Armee zu ruiniren. Nach dieſem verunglückten Verſuch

Schiulers ſaͤmmtl. Werke. IX. 31 4