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den Plan ſeines Vorgängers mit erneuertem Eifer, wie theuer auch der franzöſiſche Unterthan dieſe politiſche Größe Frank⸗ reichs bezahlte. Wenn Richelieu die Hauptſtärke der Armeen gegen Spanien gebrauchte, ſo kehrte ſie Mazarin gegen den Kaiſer und machte durch die Sorgfalt, die er dem Kriege in Deutſchland widmete, ſeinen Ausſpruch wahr, daß die deutſche Armee der rechte Arm ſeines Konigs und der Wall der fran⸗ zöſiſchen Staaten ſey. Er ſchickte dem Feldmarſchall von Gue⸗ briant, gleich nach der Einnahme von Thionville, eine be⸗ trächtliche Verſtärkung ins Elſaß; und damit dieſe Truppen ſich den Mühſeligkeiten des deutſchen Kriegs deſto williger unterziehen moͤchten, mußte der berühmte Sieger bei Rocroy, Herzog von Enghien, nachheriger Prinz von Condés, ſie in eigener Perſon dahin führen. Jetzt fühlte ſich Guebriant ſtark genug, um in Deutſchland wieder mit Ehren auftreten zu können. Er eilte über den Rhein zurück, um ſich in Schwaben beſſere Winterquartiere zu ſuchen, und machte ſich guch wirklich Meiſter von Rottweil, wo ihm ein bayeriſches Magazin in die Haͤnde fiel. Aber dieſer Platz wurde theurer bezahlt, als er werth war, und ſchneller, als er gewonnen worden, wieder verloren. Guebriant erhielt eine Wunde im Arm, welche die ungeſchickte Hand ſeines Wundarztes tödtlich machte, und die Größe ſeines Verluſtes wurde noch ſelbſt an dem Tage ſeines Todes kund.
Die franzoͤſiſche Armee, durch die Expedition in einer ſo rauhen Jahreszeit merklich vermindert, hatte ſich nach der Einnahme von Rottweil in die Gegend von Tuttlingen gezogen, wo ſie, ohne alle Ahnung eines feindlichen Beſuchs, in tiefer Sicherheit raſtet. Unterdeſſen verſammelt der Feind eine große Macht, die bedenkliche Feſtſetzung der Franzoſen jenſeits des Rheins und in einer ſo großen Nähe von Bayern


