Teil eines Werkes 
9. Band (1838)
Entstehung
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opferte nur ſeine Truppen auf, und die Annäherung des kai⸗ ſerlichen Generals Piccolomini nöthigte ihn endlich, mit ſeiner geſchwächten Armee ſich zurückzuziehen. Doch achtete er es ſchon für Gewinn, daß auch der Feind die Ruhe der Winterquartiere, deren er ſich freilich beraubte, zu entbehren genöthigt ward und in dieſem ungünſtigen Winterfeldzug über dreitauſend Pferde einbüßte. Er machte nun eine Bewegung gegen die Oder, um ſich durch die Garniſonen aus Pommern und Schleſien zu verſtarken; aber mit Blitzesſchnelligkeit ſtand er wieder an der boͤhmiſchen Gränze, durchflog dieſes Konig⸗ reich und entſetzte Olmütz in Mähren, das von den Kai⸗ ſerlichen hart geängſtigt wurde. Aus ſeinem Lager bei Dobit⸗ ſchau, zwei Meilen bei Olmütz, beherrſchte er ganz Mähren, drückte es mit ſchweren Erpreſſungen und ließ bis an die Brücken von Wien ſeine Schaaren ſtreifen. Umſonſt bemühte ſich der Kaiſer, zu Vertheidigung dieſer Provinz den ungari⸗ ſchen Adel zu bewaffnen; dieſer berief ſich auf ſeine Privilegien und wollte außerhalb ſeinem Vaterlande nicht dienen. Ueber dieſer fruchtloſen Unterhandlung verlor man die Zeit fuüͤr einen thätigen Widerſtand und ließ die ganze Provinz Mäh⸗ ren den Schweden zum Raube werden.

Während daß Bernhard Torſtenſohn durch ſeine Märſche und Siege Freund und Feind in Erſtaunen ſetzte, hatten ſich die Armeen der Alliirten in andern Theilen des Reichs nicht unthätig verhalten. Die Heſſen und Weimariſchen unter dem Grafen von Eberſtein und dem Marſchall von Guebriant waren in das Erzſtift Köln eingefallen, um dort ihre Winterquartiere zu beziehen. Um ſich dieſer räuberiſchen Gaſte zu erwehren, rief der Kurfürſt den kaiſerlichen General von Hatzfeld herbei und verſammelte ſeine eigenen Truppen unter dem General Lamboy. Dieſen griffen die Alliirten(im