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umringt, nach einem dreiſtuͤndigen Gefechte das Feld raͤumen mußten. Die Anführer beider Armeen hatten ihr Aeußerſtes gethan, ihre fliehenden Voͤlker aufzuhalten, und Erzherzog Leopold war mit ſeinem Regimente der Erſte beim Angriff und der Letzte auf der Flucht. Ueber dreitauſend Mann und zwei ihrer beſten Generale, Schlangen und Lilienhoek, koſtete den Schweden dieſer blutige Sieg. Von den Kaiſer⸗ lichen blieben fünftauſend auf dem Platze, und beinahe eben ſo viele wurden zu Gefangenen gemacht. Ihre ganze Artillerie von ſechsundvierzig Kanonen, das Silbergeſchirr und die Kanzlei des Erzherzogs, die ganze Bagage der Armee fiel in der Sieger Hände. Torſtenſohn, zu ſehr geſchwaͤcht durch ſeinen Sieg, um den Feind verfolgen zu koͤnnen, rückte vor Leipzig, die geſchlagene Armee nach Boͤhmen, wo die fluchtigen Regimenter ſich wieder ſammelten. Erzherzog Leopold konnte dieſe verlorne Schlacht nicht verſchmerzen, und das Cavallerie⸗ Regiment, das durch ſeine frühe Flucht dazu Anlaß gegeben, erfuhr die Wirkungen ſeines Grimms. Zu Rackowitz in Boͤh⸗ men erklarte er es im Angeſicht der übrigen Truppen für ehrlos, beraubte es aller ſeiner Pferde, Waffen und Inſignien, ließ ſeine Standarten zerreißen, mehrere ſeiner Officiere und von den Gemeinen den zehnten Mann zum Tode verurtheilen.
Leipzig ſelbſt, welches drei Wochen nach dem Treffen be⸗ zwungen wurde, war die ſchoͤnſte Beute des Siegers. Die Stadt mußte das ganze ſchwediſche Heer neu bekleiden und ſich mit drei Tonnen Goldes, wozu auch die fremden Handlungs⸗ haͤuſer, die ihre Waarenlager darin hatten, mit Taxen beſchwert wurden, von der Pluͤnderung loskaufen. Torſtenſohn ruͤckte noch im Winter vor Freiberg, trotzte vor dieſer Stadt mehrere Wochen lang dem Grinim der Witrerung und hoffte durch ſeine Beharrlichkeit den Muth der Belagerten zu ermuͤden. Aber er


