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Kriege als Page zur Seite ſtand. Von dem Podagra gelähmt und an die Saͤnfte geſchmiedet, beſiegte er alle ſeine Gegner durch Schnelligkeit, und ſeine Unternehmungen hatten Flügel, während daß ſein Koͤrper die ſchrecklichſten aller Feſſeln trug. Unter ihm verandert ſich der Schauplatz des Krieges, und neue Maximen herrſchen, die die Noth gebietet und der Erfolg rechtfertigt. Erſchöpft ſind alle Länder, um die man bisher geſtritten hatte, und, in ſeinen hinterſten Landen un⸗ angefochten, fühlt das Haus Oeſterreich den Jammer des Krie⸗ ges nicht, unter welchem ganz Deutſchland blutet. Torſten⸗ ſohn verſchafft ihm zuerſt dieſe bittere Erfahrung, ſättigt ſeine Schweden an dem fetten Tiſch Oeſterreichs und wirft den Feuerbrand bis an den Thron des Kaiſers.
In Schleſien hatte der Feind beträchtliche Vortheile über
den ſchwediſchen Anführer Stahlhantſch erfochten und ihn
nach Neumark gejagt. Torſtenſohn, der ſich im Lünebur⸗ giſchen mit der ſchwediſchen Hauptmacht vereinigt hatte, zog ihn an ſich und brach im Jahr 1642 durch Brandenburg, das unter dem großen Kurfürſten angefangen hatte, eine gewaffnete Neutralität zu beobachten, plötzlich in Schleſien ein. Glogau wird ohne Approche, ohne Breſche, mit dem Degen in der Fauſt erſtiegen, der Herzog Franz Albrecht von Lauen⸗ burg bei Schweidnitz geſchlagen und ſelbſt erſchoſſen, Schweid⸗ nitz, wie faſt das ganze dieſſeits der Oder gelegene Schleſien, erobert. Nun drang er mit unaufhaltſamer Gewalt bis in das Innerſte von Mähren, wohin noch kein Feind des Hauſes Oeſterreich gekommen war, bemeiſterte ſich der Stadt Olmütz und machte ſelbſt die Kaiſerſtadt beben. Unterdeſſen hatte Piccolomini und Erzherzog Leopold eine uͤberlegene Macht verſammelt, die den ſchwediſchen Eroberer aus Mahren und bald auch, nach einem vergeblichen Verſuch auf Brieg, aus


