Teil eines Werkes 
9. Band (1838)
Entstehung
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gewarnt werden konnte. Unbeſchreiblich groß war die Beſtür⸗ zung der verſammelten Stäͤnde, und in der erſten Angſt ſchick⸗ ten ſich alle Geſandten zur Flucht an. Nur der Kaiſer erklarte, daß er die Stadt nicht verlaſſen würde, und ſtärkte durch ſein Beiſpiel die andern. Zum Unglück der Schweden fiel Thau⸗ wetter ein, daß die Donau aufging, und weder trocknen Fußes, noch wegen des ſtarken Eisgangs zu Schiffe paſſirt werden konnte. Um doch etwas gethan zu haben und den Stolz des deutſchen Kaiſers zu kraänken, beging Banner die Unhöflich⸗ keit, die Stadt mit fünfhundert Kanonenſchüſſen zu begrüßen, die aber wenig Schaden anrichteten. In dieſer Unternehmung getäuſcht, beſchloß er nunmehr, tiefer in Bayern und in das unvertheidigte Mähren zu dringen, wo eine reiche Beute und bequemere Quartiere ſeine beduͤrftigen Truppen erwarteten. Aber nichts konnte den franzöoͤſiſchen General bewegen, ihm bis dahin zu folgen. Guebriant furchtete, daß die Abſicht der Schweden ſey, die weimariſche Armee immer weiter vom Rhein zu entfernen und von aller Gemeinſchaft mit Frankreich abzu⸗ ſchneiden, bis man ſie entweder gaͤnzlich auf ſeine Seite gebracht oder doch außer Stand geſetzt habe, etwas Eigenes zu unter⸗ nehmen. Er trennte ſich alſo von Bannern, um nach dem Main⸗ ſtrom zurückzukehren, und dieſer ſah ſich auf einmal der ganzen kaiſerlichen Macht bloßgeſtellt, die, zwiſchen Regensburg und Ingolſtadt in aller Eile verſammelt, gegen ihn anrückte. Jetzt galt es, auf einen ſchnellen Ruͤckzug zu denken, der im Ange⸗ ſicht eines an Reiterei uͤberlegenen Heeres, zwiſchen Strömen und Wäaͤldern, in einem weit und breit feindlichen Lande, kaum anders, als durch ein Wunder möoglich ſchien. Eilfertig zog er ſich nach dem Wald, um durch Boͤhmen nach Sachſen zu ent⸗ kommen; aber drei Regimenter mußte er bei Neuburg im Stiche laſſen. Dieſe hielten durch eine ſpartaniſche Gegenwehr hinter