Teil eines Werkes 
9. Band (1838)
Entstehung
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proteſtantiſchen Partei ſchon allein aus Religionsgrundſätzen eifrig ergeben, erwartete ſie bloß die Gunſt der Gelegenheit, um ſich laut und thätig dafür zu erklären. Unterdeſſen gelang es ihr, durch eine kluge Zurückhaltung und liſtig angeſponnene Tractate den Kaiſer in Unthatigkeit zu erhalten, bis ihr ge⸗ heimes Bündniß mit Frankreich geſchloſſen war und Bern⸗ hards Siege den Angelegenheiten der Proteſtanten eine gün⸗ ſtige Wendung gaben. Da warf ſie auf einmal die Maske ab und erneuerte die alte Freund chaft mit der ſchwediſchen Krone. Auch den Kurprinzen von der Pfalz ermunterten Herzog Bern⸗ hards Triumphe, ſein Glück gegen den gemeinſchaftlichen Feind zu verſuchen. Mit engliſchem Gelde warb er Völker in Holland, errichtete zu Meppen ein Magazin und vereinigte ſich in Weſtphalen mit ſchwediſchen Truppen. Sein Magazin ging zwar verloren, ſeine Armee wurde von dem Grafen Hatz⸗ feld bei Flotha geſchlagen; aber ſeine Unternehmung hatte doch den Feind eine Zeitlang beſchäftigt und den Schweden in andern Gegenden ihre Operationen erleichtert. Noch manche ihrer andern Freunde lebten auf, wie das Glück ſich zu ihrem Vor⸗ theile erklärte und es war ſchon Gewinn genug für ſie, daß die niederſächſiſchen Stände die Neutralitaͤt ergriffen.

Von dieſen wichtigen Vortheilen begünſtigt, und durch vier⸗ zehntauſend Mann friſcher Truppen aus Schweden und Liv⸗ land verſtärkt, eröffnete Banner voll guter Hoffnung im Jahr 1638 den Feldzug. Die Kaiſerlichen, welche Vorpommern und Mecklenburg inne hatten, verließen größtent eils ihren Poſten oder liefen ſchaarenweiſe den ſchwediſchen Fahnen zu, um dem Hunger, ihrem grimmigſten Feind in dieſen ausge⸗ plünderten und verarmten G genden, zu entfliehen. So ſchreck⸗ lich hatten die bi herigen Durchzuͤge und Quartiere das ganze Land zwiſchen der Elbe und Oder verödet, daß Banner, um