Teil eines Werkes 
9. Band (1838)
Entstehung
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Macht einen wroßen Theil ihrer Starke zog, waren, dem Stuhle zu Rom mit blinder Anhanglichkeit ergeben, welche die Spanier insbeſondere ſchoͤn zu den Zeiten der gothiſchen Herrſchaft aus⸗ gezeichnet hat. Die geringſte Annaͤherung an die verabſcheuten Lehren Luthers und Calvins mußte dem Beherrſcher von Spanien die Herzen ſeiner Unterthanen unwiederbringlich ent⸗ reißen; der Abfall von dem Papſtthum konnte ihn dieſes König⸗ reich koſten. Ein ſpaniſcher Konig mußte ein rechtglaubiger Prinz ſeyn, oder er mußte von dieſem Throne ſteigen. Den naͤmlichen Zwang legten ihm ſeine italieniſchen Staaten auf, die er faſt noch mehr ſchonen mußte, als ſeine Spanier, weil ſie das auswärtige Joch am ungeduldigſten trugen, und es am leichteſten abſchütteln konnten. Dazu kam, daß ihm dieſe Staaten Frankreich zum Mitbewerber und den Papſt zum Nachbar gaben; Gründe genug, die ihn hinderten, ſich für eine Partei zu erklaͤren, welche das Anſehen des Papſtes zernichtete die ihn aufforderten, ſich letztern durch den thatigſten Eifer fuͤr die alte Religion zu verpflichten.

Dieſe allgemeinen Gründe, welche bei jedem ſpaniſchen Monarchen von gleichem Gewichte ſeyn mußten, wurden bei jedem insbeſondere noch durch beſondere Gruͤnde unterſtutzt. Karl der Funfte hatte in Italien einen gefährlichen Nehen⸗

huhler an dem Könige von Frankreich, dem dieſes Land ſich in

eben dem Augenblicke in die Arme warf, wo Karl ſich ketzeri⸗

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ſcher Grundſätze verdachtig machte. Gerade an denjenigen Ent⸗

wuͤrfen, welche Karl mit der meiſten Hitze verfolgte, würde das Mißtrauen der Katholiſchen und der Streit mit der Kirche ihm durchaus hinderlich geweſen ſeyn. Als Karl d er Fünfte in den Fall kam, zwiſchen beiden Religionsparteien zu waͤhlen, hatte ſich die neue Religion noch nicht bei ihm in Achtung ſetzen können, und überdem war zu einer gütlichen Vergleichung