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mender Hand in die Pfahlſchanze eingedrungen, davon Meiſter geworden, und jetzt gleichfalls gegen die feindliche Bruſtwehr im Anzuge ſeyen. Vor dieſer letzten Verſchanzung ſammelte ſich alſo nun die ganze Kraft beider Heere, und von beiden Seiten geſchah das Aeußerſte, ſowohl dieſe Baſtei zu erobern, als ſie zu vertheidigen. Die Niederlaͤnder ſprangen aus ihren Schiffen ans Land, um nicht bloß muͤßige Zuſchauer dieſes Kampfes zu bleiben. Alexander ſtuͤrmte die Bruſtwehr von der einen Seite, Graf Mannsfeld von der andern; fuͤnf Angriffe ge⸗ ſchahen, und fuͤnfmal wurden ſie zuruͤckgeſchlagen. Die Nieder⸗ laͤnder uͤbertrafen in dieſem entſcheidenden Augenblicke ſich ſelbſt; nie im ganzen Laufe des Krieges hatten ſie mit dieſer Stand⸗ haftigkeit gefochten. Beſonders aber waren es die Schotten und Englaͤnder, welche durch ihre tapfere Gegenwehr die Verſuche des Feindes vereitelten. Weil da, wo die Schotten fochten, Niemand mehr angreifen wollte, ſo warf ſich der Herzog ſelbſt, einen Wurfſpieß in der Hand, bis an die Bruſt ins Waſſer, um den Seinigen den Weg zu zeigen. Endlich, nach einem langwierigen Gefechte, gelang es den Mannsfeldiſchen, mit Huͤlfe ihrer Hellebarden und Piken, eine Breſche in die Bruſt⸗ wehr zu machen, und, indem der Eine ſich auf die Schultern des Andern ſchwang, die Hoͤhe des Walls zu erſteigen. Bar⸗ thelemy Toralva, ein ſpaniſcher Hauptmann, war der Erſſte, der ſich oben ſehen ließ, und faſt zu gleicher Zeit mit demſelben zeigte ſich der Italiener Capizucchi auf dem Rande der Bruſtwehr; und ſo wurde denn, gleich ruͤhmlich fuͤr beide Nationen, der Wettkampf der Tapferkeit entſchieden. Es ver⸗ dient bemerkt zu werden, wie der Herzog von Parma, den man zum Schiedsrichter dieſes Wettſtreits gemacht hatte, das zarte Ehrgefuͤhl ſeiner Krieger zu behandeln pflegte. Den Ita⸗ liener Capizucchi umarmte er vor den Augen der Truppen


