Teil eines Werkes 
8. Band (1838)
Entstehung
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ſie in der Geſchwindigkeit ein ſeelaͤndiſches Laſtſchiff aus, und brachten die Ladung desſelben uͤber den Damm heruͤber auf ein Antwerpiſches, welches Graf Hohenlohe nun im Triumph nach Antwerpen brachte. Dieſer Anblick erfuͤllte die geaͤngſtigte Stadt auf einmal mit den froheſten Hoffnungen, und als waͤre der Sieg ſchon erfochten, uͤberließ man ſich einer tobenden Froͤhlichkeit. Man laͤutete alle Glocken, man brannte alle Kanonen ab, und die außer ſich geſetzten Einwohner rannten ungeduldig nach dem Oſterweeler Thore, um die Proviantſchiffe, welche unterwegs ſeyn ſollten, in Empfang zu nehmen.)

In der That war das Gluͤck den Belagerten noch nie ſo guͤnſtig geweſen, als in dieſem Augenblicke. Die Feinde hatten ſich muthlos und erſchoͤpft in ihre Schanzen geworfen, und, weit entfernt, den Siegern den eroberten Poſten ſtreitig machen zu koͤnnen, ſahen ſie ſich vielmehr ſelbſt in ihren Zufluchtsoͤrtern belagert. Einige Compagnien Schottlaͤnder, unter der Anfuͤh⸗ rung ihres tapfern Oberſten Balfour, griffen die St. Georgs⸗ Schanze an, welche Camillo von Monte, der aus St. Jacob herbeieilte, nicht ohne großen Verluſt an Mannſchaft ent⸗ ſetzte. In einem viel ſchlimmern Zuſtande befand ſich die Pfahl⸗ Schanze, welche von den Schiffen aus heftig beſchoſſen wurde und alle Augenblicke in Truͤmmern zu gehen drohte; Gamboa, der ſie commandirte, lag verwundet darin, und ungluͤcklicher⸗ weiſe fehlte es an Artillerie, die feindlichen Schiffe in der Ent⸗ fernung zu halten. Dazu kam noch, daß der Wall, den die Seelaͤnder zwiſchen dieſer und der Georgs⸗Schanze aufgethuͤrmt hatten, allen Beiſtand von der Schelde her abſchnitt. Haͤtte man alſo dieſe Entkraͤftung und Unthaͤtigkeit der Feinde dazu benutzt, in Durchſtechung des Dammes mit Eifer und Beharr⸗

¹1) Strad. 589. Meteren 498.