Teil eines Werkes 
8. Band (1838)
Entstehung
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der Georgs⸗Schanze unausgeſetzt auf die feindliche Flotte ſpielte. Eine ſchreckliche Schlacht entbrannte jetzt in der Gegend, wo man den Deich durchſtach und die Bruſtwehr thuͤrmte. Die Seelaͤnder hatten um die Schanzgraͤber herum einen dichten Cordon gezogen, damit der Feind ihre Arbeit nicht ſtoͤren ſollte; und in dieſem kriegeriſchen Laͤrm, mitten unter dem feindlichen Kugelregen, oft bis an die Bruſt im Waſſer, zwiſchen Todten und Sterbenden, ſetzten die Schanzgraͤber ihre Arbeit fort, unter dem beſtaͤndigen Treiben der Kaufleute, welche mit Unge⸗ duld darauf warteten, den Damm geoͤffnet und ihre Schiffe in Sicherheit zu ſehen. Die Wichtigkeit des Erfolgs, der gewiſſer⸗ maßen ganz von ihrem Spaten abhing, ſchien ſelbſt dieſe ge⸗ meinen Tagloͤhner mit einem heroiſchen Muthe zu beſeelen. Einzig nur auf das Geſchaͤft ihrer Haͤnde gerichtet, ſahen ſie, hoͤrten ſie den Tod nicht, der ſie rings umgab, und fielen gleich die vorderſten Reihen, ſo drangen ſogleich die hinterſten herbei. Die eingeſchlagenen Pfaͤhle hielten ſie ſehr bei der Ar⸗ beit auf, noch mehr aber die Angriffe der Spanier, welche ſich mit verzweifeltem Muthe durch die feindlichen Haufen ſchlugen, die Schanzgraͤber in ihren Loͤchern durchbohrten, und mit den todten Koͤrpern die Breſchen wieder ausfuͤllten, welche die Lebenden gegraben hatten. Endlich aber, als ihre meiſten Officiere theils todt, theils verwundet waren, die Anzahl der Feinde unaufhoͤrlich ſich mehrte, und immer friſche Schanz⸗ graͤber an die Stelle der gebliebenen traten, ſo entfiel dieſen tapfern Truppen der Muth, und ſie hielten fuͤr rathſam, ſich nach ihren Schanzen zuruͤckzuziehen. Jetzt alſo ſahen ſich die Seelaͤnder und Antwerper von dem ganzen Theile des Dam⸗ mes Meiſter, der von dem Fort St. Georg bis zu der Pfahl⸗ Schanze ſich erſtreckt. Da es ihnen aber viel zu lange anſtand, die voͤllige Durchbrechung des Dammes abzuwarten, ſo luden