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Schildwachen auf dem Damme, welche ſich jener furchtbaren Vulcane erinnerten, ſo ſehr in Furcht geſetzt wurden, daß ſie ſich eilfertig nach den naͤchſten Schanzen zuruͤckzogen. Gerade dieß war es, was der Feind beabſichtigt hatte. In dieſen Schiffen, welche bloß wie Brander ausſahen, aber es nicht wirklich waren, lagen Soldaten verſteckt, die nun ploͤtzlich ans Land ſprangen, un) den Damm an der nicht vertheidigten Stelle, zwiſchen St. Georgs und der Pfahl⸗Schanze, gluͤcklich erſtiegen. Unmittelbar darauf zeigte ſich die ganze ſeelaͤndiſche Flotte mit zahlreichen Kriegsſchiffen, Proviantſchiffen und einer Menge kleinerer Fahrzeuge, welche mit großen Saͤcken Erde, Wolle, Faſchinen, Schanzkoͤrben u. dgl. beladen waren, um ſogleich, wo es noth that, Bruſtwehren aufwerfen zu koͤnnen. Die Kriegsſchiffe waren mit einer ſtarken Artillerie und einer zahlreichen tapfern Mannſchaft beſetzt, und ein ganzes Heer von Schanzgraͤbern begleitete ſie, um den Damm, ſobald man im Beſitz davon ſeyn wuͤrde, zu durchgraben. ¹)
Kaum hatten die Seelaͤnder auf der einen Seite angefangen, den Damm zu erſteigen, ſo ruͤckte die Antwerpiſche Flotte von Oſterweel herbei, und beſtuͤrmte ihn von der andern. Eilfertig fuͤhrte man zwiſchen den zwei naͤchſten feindlichen Redouten eine hohe Bruſtwehr auf, welche die Feinde von einander abſchneiden und die Schanzgraͤber decken ſollte. Dieſe, mehrere Hundert an der Zahl, ſielen nun von beiden Seiten mit ihren Spaten den Damm an, und wuͤhlten in demſelben mie ſolcher Emſigkeit, daß man Hoffnung hatte, beide Meere in kurzem mit einander verbunden zu ſehen Aber unterdeſſen hatten auch die Spanier Zeit gehabt, von den zwei naͤchſten Redouten herbeizueilen und einen muthigen Angriff zu thun, waͤhrend daß das Geſchuͤtz von
1) Strad. 587 sq. Meteren 498. Thuan, III. 48.


