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Truppen unmoͤglich machte, von der Stadt aus aber kein Beiſtand ſich ſehen ließ, ſo wurden die Seelaͤnder nach einem kurzen Gefechte uͤberwaͤltigt und von dem ſchon eroberten Damme wieder heruntergeſluͤrzt. Die ſiegenden Spanier jagten ihnen mitten durch das Waſſer bis zu den Schiffen nach, ver⸗ ſenkten mehrere von dieſen, und zwangen die uͤbrigen, mit einem großen Verluſte ſich zuruͤckzuziehen. Graf Hohenlohe waͤlzte die Schuld dieſer Niederlage auf die Einwohner von Antwerpen, die durch ein falſches Signal ihn betrogen haͤtten, und gewiß lag es nur an der ſchlechten Uebereinſtimmung ihrer beider⸗ ſeitigen Operationen, daß dieſer Verſuch kein beſſeres Ende nahm. ¹)
Endlich aber beſchloß man, einen planmaͤßigen Angriff mit vereinigten Kraͤften auf den Feind zu thun, und durch einen Hauptſturm, ſowohl auf den Damm, als auf die Bruͤcke, die Belagerung zu endigen. Der ſechzehnte Mai 1585 war zu Ausfuͤhrung dieſes Anſchlags beſtimmt, und von beiden Theilen wurde das Aeußerſte aufgewendet, dieſen Tag entſcheidend zu machen. Die Hollaͤnder und Seelaͤnder brachten, in Vereini⸗ gung mit den Antwerpern, uber zweihundert Schiffe zuſam⸗ men, welche zu bemannen ſie ihre Staͤdte und Citadellen von Truppen entbloͤßten, und mit dieſer Macht wollten ſie von zwei entgegengeſetzten Seiten den Cowenſteiniſchen Damm be⸗ ſtuͤrmen. Zu gleicher Zeit ſollte die Scheldebruͤcke durch neue Maſchinen von Gianibelli's Erfindung angegriffen und dadurch der Herzog von Parma verhindert werden, den Damm zu entſetzen. ²)
1) Strad. 583. Meteren 498. 2) Strad. 58 4. Meteren 498.


