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Die Niederlaͤnder hatten an mehreren Stellen, oberhalb und unterhalb Lillo, den Damm durchſtochen, welcher dem brabantiſchen Ufer der Schelde folgt, und wo ſich kurz zuvor gruͤne Fluren zeigten, da erſchien jetzt ein neues Element, da ſah man Fahrzeuge wimmeln und Maſtbaͤume ragen. Eine ſeelaͤndiſche Flotte, von dem Grafen Hohenlohe angefuͤhrt, ſchiffte in die uͤberſchwemmten Felder, und machte wiederholte Bewegungen gegen den Cowenſteiniſchen Damm, jedoch ohne ihn im Ernſte anzugreifen; waͤhrend daß eine andere in der Schelde ſich zeigte, und bald dieſes, bald jenes Ufer mit einer Landung, bald die Schiffbruͤcke mit einem Sturme bedrohte. Mehrere Tage trieb man dieſes Spiel mit dem Feinde, der, ungewiß, wo er den Angriff zu erwarten habe, durch anhaltende Wachſamkeit erſchoͤpft, und Duuih ſo oft getaͤuſchte Furcht all⸗ maͤhlich ſicher werden ſollte. Die Antwerper hatten dem Grafen Hohenlohe verſprochen, den Angriff auf den Damm von der Stadt aus mit einer Flottille zu unterſtuͤtzen; drei Feuerzeichen von dem Hauptthurme ſollten die Loſung ſeyn, daß dieſe ſich auf dem Wege befinde. Als nun in einer finſtern Nacht die erwarteten Feuerſaͤulen wirklich uͤber Antwerpen aufſtiegen, ſo ließ Graf Hohenlohe ſogleich fuͤnfhundert ſeiner Truppen zwiſchen zwei feindlichen Redouten den Damm erklettern, welche die ſpaniſchen Wachen theils ſchlafend uͤberfielen, theils, wo ſie ſich zur Wehr ſetzten, niedermachten. In kurzem hatte man auf dem Damme feſten Fuß gefaßt, und war ſchon im Begriffe, die uͤbrige Mannſchaft, zweitauſend an der Zahl, nachzubringen, als die Spanier in den naͤchſten Redouten in Bewegung kamen, und von dem ſchmalen Terrain beguͤnſtigt, auf den dichtgedraͤng⸗ ten Feind einen verzweifelten Angriff thaten. Und da nun zugleich das Geſchuͤtz anfing, von den naͤchſten Batterien auf die anruͤckende Flotte zu ſpielen, und die Landung der uͤbrigen
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