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Namen fuͤhrt und ſich von dem Dorfe Stabroek in Bergen, drei Meilen lang, bis an die Schelde erſtreckt, mit deren großem Damm er ſich unweit Ordam vereinigt. Ueber dieſen Damm hinweg konnten auch bei noch ſo hoher Fluth keine Schiffe fah⸗ ren, und vergebens leitete man das Meer in die Felder, ſo lange ein ſolcher Damm im Wege ſtand, der die ſeelaͤndiſchen Fahrzeuge hinderte, in die Ebene vor Antwerpen herabzuſteigen. Das Schickſal der Stadt beruhte alſo darauf, daß dieſer Cowen⸗ ſteiniſche Damm geſchleift oder durchſtochen wurde; aber eben, weil der Herzog von Parma dieſes vorausſah, ſo hatte er gleich bei Eroͤffnung der Blocade von demſelben Beſitz genom⸗ men, und keine Anſtalten geſpart, ihn bis aufs Aeußerſte zu behaupten. Bei dem Dorfe Stabroek ſtand der Graf von Mannsfeld mit dem groͤßern Theil der Armee gelagert, und unterhielt durch eben dieſen Cowenſteiniſchen Damm die Com⸗ munication mit der Bruͤcke, dem Hauptquartier und den ſpa⸗ niſchen Magazinen zu Calloo. So bildete die Armee von Sta⸗ broek in Brabant bis nach Bevern in Flandern eine zuſam⸗ menhaͤngende Linie, welche von der Schelde zwar durchſchnitten, aber nicht unterbrochen wurde, und ohne eine blutige Schlacht
nicht zerriſſen werden konnte. Auf dem Damme ſelbſt waren in gehoͤriger Entfernung von einander fuͤnf verſchiedene Batte⸗ rien errichtet, und die tapferſten Officiere der Armee fuͤhrten daruͤber das Commando. Ja, weil der Herzog von Parma nicht zweifeln konnte, daß nunmehr die ganze Wuth des Kriegs ſich hieher ziehen wuͤrde, ſo uͤberließ er dem Grafen von Mannsfeld die Bewachung der Bruͤcke, und entſchloß ſich, in eigener Perſon dieſen wichtigen Poſten zu vertheidigen.
Jetzt alſo erblickte man einen ganz neuen Krieg und auf einem ganz andern Schauplatze. ¹)
1) Strad. 582. Thuan. III. 48.


